Alemannisches Institut Freiburg i.Br. e.V.

Markgraf Bernhard I. von Baden und die Kämpfe um die Macht am Oberrhein (1414-1424)

Vortrag mit Dr. Jürgen Treffeisen

am kommenden Donnerstag, den 28.11.2019. Hierzu darf ich Sie zum nächsten Vortrag in der Reihe „Institutsgespräche“ ganz herzlich einladen: Dr. Jürgen Treffeisen vom Generallandesarchiv in Karlsruhe spricht über „Markgraf Bernhard I. von Baden und die Kämpfe um die Macht am Oberrhein (1414-1424)“.

Die Flucht des Papstes Johannes XXIII. vom Konstanzer Konzil in der Nacht zum 20.März 1415 wirkte sich in vielfältiger Weise auf die politische Konstellation am Oberrhein aus. Herzog Friedrich IV. von Österreich, der die Flucht des Papstes aktiv unterstützte, wurde im Zuge dessen von seinem Widersacher König Sigmund in Reichsacht genommen. Seine gesamten Besitzungen im Breisgau wurden eingezogen. Dies machte den Weg frei für Markgraf Bernhard I. von Baden, der durch den Kauf der Herrschaft Hachberg 1415 sowie weiteren Begünstigungen durch König Sigmund, zum gewichtigen Spieler um die Macht im Breisgau wurde. Zu diesem Dreieckskräftespiel – König Sigmund, Herzog Friedrich IV. von Österreich und Markgraf Bernhard I. von Baden – gesellten sich die Breisgaustädte unter Führung Freiburgs. Diese Breisgaustädte, inzwischen ihrer habsburgischen Herrschaft enthoben und zu Reichsstädten erhoben, wurden eine eigenständige, machtvolle Komponente im Spiel um die Macht am Oberrhein. Mit der erneuten Flucht Friedrichs aus Konstanz 1417 sowie der Gründung der Märkte Emmendingen und Eichstetten durch Markgraf Bernhard im Sommer 1418 kamen neue Impuls in die realpolitische Dynamik. Von 1420 bis 1424 überschlugen sich die Ereignisse derart, dass Markgraf Bernhard sich letztendlich einer breiten Opposition von verbündeten Städten und Adligen gegenübersah, die ihm am 3. Juli 1424 einen Friedenschluss mit weitreichenden Kompensationen aufzwingen konnte.

Der Vortrag untersucht insbesondere die Rolle des Markgrafen Bernhard in diesen zehn Jahren. In welche Kräftekonstellation war er eingebunden? Welche Optionen ergaben sich und warum stand er 1424 letztendlich allein einer breiten Front von Verbündeten chancenlos gegenüber?

 

Dr. Jürgen Treffeisen, studierte von 1979 bis 1988 Deutsch und Geschichte an der Universität Freiburg. Seit 2012 ist er stellvertretender Leiter des Generallandesarchivs in Karlsruhe.

 

Thema: Dr. Jürgen Treffeisen (Karlsruhe): Markgraf Bernhard I. von Baden und die Kämpfe um die Macht am Oberrhein (1414-1424)

Zeit: Donnerstag, 28. November 2019, 18.15 h

Ort: Bibliothek des Alemannischen Instituts

 

 

In Zusammenarbeit mit dem Breisgau-Geschichtsverein Schau-ins-Land e. V.

Dr. R. Johanna Regnath (Geschäftsführerin)

Alemannisches Institut Freiburg i.Br. e.V.
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