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Staufen - Burg Staufen

Staufen

gut erhaltene Burgruine

 

Die Ruine befindet sich 376 Meter über dem Meer, 86 Meter über Staufen auf dem Schlossberg.

 


Burgruine Staufen
Film: Hans-Jürgen van Akkeren 2014
Link: http://youtu.be/IZ71wA1Ipjc



Urkundlich wird Staufen erstmals im Lorscher Codex mit der am 16. April 770 erfolgten Schenkung von Gütern in der villa Staufen in pago Brisigawo an das Kloster Lorsch genannt. Weitere Schenkungen sind bereits für die Jahre 772 bzw. 773 belegt; so ist auch aufgrund des St. Martin-Patrozinium der späteren Stadtkirche von einer größeren Ansiedlung um einen fränkischen Herrenhof auszugehen.
Die sich markant über die Rheinebene erhebende Burg wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert erbaut - zum Schutz des reichen Silberbergbaus im Münstertal, der die Haupteinnahmequelle für die Herren von Staufen bildete.
Die Freiherren von Staufen sind seit dem frühen 12. Jahrhundert als Dienstmänner der Herzöge von Zähringen nachgewiesen. Sie sind nicht verwandt mit den Staufern (Hohenstaufen).


Die Herren von Staufen entstammen einer Nebenlinie derer von Blankenberg, die ihren Sitz vermutlich auf einem kleinen Berg bei Opfingen hatten und im Dreisamtal über Besitz verfügten. Wie auch bei deren Verwandten, den Herren von Weiler/Falkenstein, handelt es sich wahrscheinlich um alten Adel, der mit dem Vordringen der Zähringer in die Ministerialität eintrat, und somit nicht um ursprünglich unfreie Dienstmänner der Zähringer. Eine besondere Stellung der Herren von Staufen unter den Zähringern ist durch die Übernahme des Hofamts des Marschalls belegt.


Wappen der Stadt Staufen im Breisgau

 

1111 In diesem Jahr wird im Rotulus Sanpetrinus, dem Schenkungsverzeichnis des Klosters St. Peter, erstmals ein Adelbert von Staufen erwähnt, der Eigengüter im Nachbarort Ballrechten an das Kloster überträgt.
1115 Die gleiche Quelle belegt die Herren von Staufen als Ministeriale der Herzöge von Zähringen, ebenso eine Urkunde des Klosters Cluny von 1115.
Adalbert dürfte bereits eine Burg in oder bei Staufen besessen haben, ob es sich dabei bereits um die noch heute sichtbare Burg Staufen handelte ist fraglich. Deren Entstehung wird jedoch im Lauf des 12. Jahrhunderts angenommen.
   
1211 Erwähnung der Herren von Staufen als Vögte des Klosters St. Trudpert
1214 Herzog Berthold IV. erkennt zumindest für das Möhlintal 1214 die Obervogtei der Straßburger Bischöfe an.
1239 Weiterhin scheinen die Herren von Staufen auch unter den Grafen von Freiburg das Amt des Marschalls innegehabt zu haben, in einem Vertrag der Grafen aus dem Jahr 1239 wurden sie als deren Ministeriale bezeichnet, nannten sich jedoch selbst in einem Vertrag mit dem Bischof von Basel 1258 nobilis vir.
1248 Erste urkundliche Erwähnung der Burg Staufen. Zwei anwesende Üsenberger, schließen auf der Burg einen Vertrag mit dem Kloster Tennenbach ab.
1269 Staufen wurde noch als villa bezeichnet
1275 Die Kirche wird als eigenständige Pfarrei belegt.
1280/81 Fehde zwischen den Herren von Staufen und der Stadt Freiburg
1306 Eine Urfehde mit Freiburg ab dem Jahr 1306 endete mit einer Niederlage der Herren von Staufen, die als Sühneleistung ab 1309 der Stadt Freiburg für zehn Jahre Kriegsfolge leisten mussten.
1321/25 Zwischen 1321 und 1325 mussten Glieder der Familie der Herren von Staufen sogar ihre Anteile an der Burg Staufen verpfänden.
1323 Erste urkundliche Erwähnung Staufens als Stadt. Staufen selbst wird 1323 in einer Urkunde des Heiligen-Geist-Spitals in Freiburg erstmals als Stadt bezeichnet (für das oft genannte Gründungsdatum 1280 finden sich keine Belege).
1325/26 Von 1325 bis 1326 befanden sich die Herren von Staufen in einem Kleinkrieg mit Freiburg um den Bergbau im Münstertal und widerstanden dabei angeblich einer Belagerung. Der Konflikt wurde zu Ungunsten der Herren von Staufen im April 1326 beigelegt, möglicherweise aufgrund des späteststens 1327 erfolgten Erwerbs von pfandschaftlichen Anteilen an der Burg Staufen durch die Stadt Freiburg.
1350 In Staufen herrscht die Pest
1356 Schweres Erdbeben in und um Staufen
1369 Es wurden die Einkünfte der Stadt Staufen an Freiburger Kaufleute verpfändet; die Freiherren von Staufen mussten 1370 die Oberlehnshoheit der Grafen von Freiburg akzeptieren.
   
  In der Folge wurde die Stadt Staufen ein Teil Vorderösterreichs; die Freiherren von Staufen bekleideten ab dem 15. Jahrhundert verschiedene habsburgische Amtsposten in Vorderösterreich.
   
1534 Während des Bauernkrieges, Aufstand in Staufen
1566 Bau des Stadtschlosses der Herren von Staufen (westlicher Anbau 1725)
1602 Der letzte Freiherr von Staufen stirbt (das Geschlecht erlischt im Mannesstamm, das Lehen fällt an Österreich)
1626 Österreich verpfändet die Herrschaft Staufen an Hannibal von Schauenburg
1632 Im Dreißigjährigen Krieg besetzen schwedische Truppen Staufen und brennen die Burg nieder (seither Ruine), danach wechselnde Besetzung der Stadt durch kaiserliche und schwedische Truppen, Brandschatzungen und Plünderungen
1643 Staufen ist Hauptquartier der schwedisch-französischen Armee, Bevölkerung lebt vier Monate in den Wäldern
1676 Errichtung des Kapuzinerklosters (heute Goethe-Institut)
1676/79 Holländischer Erbfolgekrieg: französische Truppen besetzen Staufen, Plünderungen, die Bevölkerung flüchtet in die Wälder
1688/89 Pfälzischer Erbfolgekrieg: Französische Truppen besetzen die Stadt und reißen die Stadtmauer nieder
1722 Die Herrschaft Staufen fällt wieder direkt an Osterreich
1725 u. 1732 Die Stadttore werden wieder aufgebaut.
1738 Staufen geht als Lehen an das Kloster St. Blasien
1792 Französische Revolutionskriege: Staufen wird Hauptquartier der französischen Emigrantenarmee
1800 Staufen wird durch französiche Truppen geplündert.
1806 Staufen kommt nach Napoleons Sieg im Preßburger Frieden zum neugegründeten Großherzogtum Baden
1813/15 Erneute Einquartierung wahrend der Befreiungskriege gegen Napoleon
1827 Die Stadttore werden abgerissen.
1848 Badische Revolution: Besetzung Staufens durch Freischärler und Erstürmung der Stadt durch Großherzogliche Truppen (24.September), Ende des sogenannten Struve-Putsches
   


Badisches Landesmuseum Außenstelle Südbaden


Fachbibliothek zur Kulturgeschichte Badens (ca. 40.000 Bände)
Bildarchiv aus allen Bereichen der badischen Kulturgeschichte (ca. 300.000 Bildquellen)
Printmedienarchiv vor allem sog. graue Literatur (Prospekte, Festschriften, Heimatblätter)
Film- u.Videoarchiv sowie Ton- u.Schallarchiv zur badischen Kulturgeschichte
Goethe-Sammlung Staufen (ca. 1.600 Bände Primär- u. Sekundärliteratur um Goethe)

Ort: Badisches Landesmuseum - Außenstelle Südbaden
Stadtschloss Staufen, Hauptstr. 11, Telefon: 07633- 806 450

Geöffnet: Montag bis Freitag 9.00 bis 13.00 Uhr
Zusätzlich Mittwoch 14.00 bis 16.00 Uhr

   
   



Fotos 2001: Hans-Jürgen van Akkeren

Burgen-Karte

 


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