Üsenberg

  • Bleichheim - Burg Kürnberg (Kvrinberc)

    Bleichheim - Burg Kürnberg (Kvrinberc) - heute Kirnburg

    Kürn, der Mühlstein

     

    gut erhaltene Burgruine

    Verwandte Links:Civitas Kencingin | Bleichheim - Kastenbuck | Breisach - Burg Üsenberg | Fotos Burg Kürnberg| Veranstaltungsreihe 800 Jahre Kirnburg

    Exkusionen und Veranstaltungen zur Burgruine siehe hier: www.kirnburg.de oder www.burg-kuernberg.de

    Aktueller Bericht der Badischen-Zeitung zur Kirnburg: "BZ: Baubeginn war später als gedacht"

     

    casto nostro Kvrinberc in prima porta

    Der eigentliche Name der Kirnburg ist Burg Kvrinberc (Kürnberg), so wie sie in den alten Urkunden erwähnt wurde. Die Burg steht auf dem Berg Kürnhalde (heute Kirnhalde), einem von Süden nach Norden verlaufender, lang gezogener Bergrücken, der nach Westen sanft und nach Osten steil abfällt. Von diesem Berg ist der Name der Burg hergeleitet. Kürn oder Kürne, später Kirn, ist das alte Wort für Mühlstein.
    Eine 200 m mächtige Bundsandsteinschicht bildet den Hauptteil der Gesteine, darunter liegt der Gneis. Im Bleichtal gibt es viele Steinbrüche, in denen der sogenannte Bausandstein abgebaut wurde. Die Mühlsteine jedoch wurden in den Blockhalden produziert. Dort liegen große abgebrochene Bundsandsteinfelsen, die im Laufe der Jahrtausende aus ihren Schichten abgebrochen sind und an den darunter liegenden Halden liegen blieben.
    Das Bleichtal zählte einst zu den größten Mühlsteinproduktionsstätten des mittelalterlichen Breisgaus. Seit 2003 sind Georg Kirnberger, Axel Lott und Hans-Jürgen van Akkeren auf der Suche nach den Hinterlassenschaften der Steinhauer, die in den Seitentälern des Bleichtals an den Blockhalden Mühlsteine herstellten. Unübersehbar konnten wir an den Hängen von Kirnhalden, dem Holderhau und an anderen Plätzen zahlreiche zu Bruch gegangene Mühlsteine finden. Wann mit der Mühlsteinproduktion im Bleichtal begonnen wurde, können wir bis heute nicht sagen. Es fehlen hierzu Begleitfunde wie Werkzeuge oder Keramik, die das belegen könnten. Vermutlich wurden im Bleichtal zwei verschiedene Normen von Mühlsteinen hergestellt. Während unseren Exkursionen haben wir unter anderem, einen fertiggestellten Unterstein mit 120 cm Durchmesser und 60 cm Stärke und mehrere begonnene Obersteine mit 104 cm Durchmesser und 30 cm Stärke vorgefunden. Diese Findlinge sind während der Herstellung oder dem Abtransport zu Bruch gegangen.
    Das Bleichtal gehörte einst zum Herrschaftsgebiet der Herren von Üsenberg. Ihnen gehörten auch die Wasser- und Fischrechte der Bleiche, einem Bach, der von Osten nach Westen verlaufend, das Bleichtal durchfließt. Man nennt das Bleichtal auch das Tal der Mühlen. 15 Mühlen sollen einst dort gestanden haben. Eine dieser Mühlen ist heute noch im Betrieb. An die anderen Mühlen erinnern heute nur noch die einstigen Gebäude oder Flurnamen ihrer vergangenen Betriebe. Die ältesten Mühlen sind die heutige Waiblingsmühle und die Glöckle-Mühle (1422). Hugo von Üsenberg schuldete 1331 seinem edlen Knecht und Vogt johannsen der meiger von Kürnberg für zwei abgekaufte meiden (Schlachtrösser) eine Summe in Höhe von 24 Mark Silber. Anstatt des Geldes überträgt der Herr zur Burg Kürnberg und Stadt Kenzingen seinem Gefolgsmann für diese zwei besonderen Pferde den Roevelinshof auf der Schlosswiese unweit der Burg Kürnberg und eine Mühle (heutige Waiblingsmühle). Außerdem vermacht der Üsenberger seinem edlen Knecht zwei Häuser "in der vorderburg, sowie die öfnung zu Kürnberg und fischen in der Bleicha" . (Text H-J v. Akkeren, Quellen siehe unten)

    Siehe auch Civitas Kencingin.

    Mühlsteinfunde im Bleichtal:
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    Fotos H-J van Akkeren

     

    Samariterin am Brunnen freigestellt 1046x1080

    Reliefkachel mit der Darstellung der Samariterin am Brunnen. Die Datierung
    der Kachel in das frühe 16. Jahrhundert ist ein Beleg der Erbauung der
    Burg durch Wolf von Hürnheim. Foto Hans-Jürgen van Akkeren

  • Bleichheim - Kastenbuck

    Kastenbuck - Castri Chornberc

    Ein befestigter Kornspeicher (keine Burg!)

     

    Befestigter Kornspeicher mit Halsgräben erkennbar, wenig oder keine Ruinenreste

    Verwandte Links: Bleichheim - Burg KürnbergCivitas Kencingin | Breisach - Burg Üsenberg | Fotos Burg Kürnberg

     

    Der Kastenbuck

    Der Kastenbuck liegt in Hanglage südlich der Einmündung des Kirnbachs in den Bleichbach. Das Areal ist von mächtigen Gräben umgeben. Der Kastenbuck ist in zwei, durch einen Wall geteilte Bereiche zu untergliedern. Im höher gelegenen Teil erhebt sich ein Hügel von ca. 8 m Höhe und einem Durchmesser von etwa 25 m, der stark gestört ist. Im tiefen liegenden Nordteil haben sich die Mauerreste eines 10 x 20 m messenden Gebäudes erhalten, die noch bis zu 1 m aufragen Die befestigte Anlage liegt unmittelbar an der Gabelung der Wege vom Bleichtal ins Freiamt und nach Schweighausen.

    Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts beschrieb Heinrich Schreiber die damals noch gut erhaltenen Reste als Burg und vermutete wegen des Namens an dieser Stelle ein römisches Kastell. Aufgrund des Namens und Baubestand handelt es sich aber nach heutigem Kenntnisstand um einen befestigten Kornspeicher.

    Ab 1200 erhalten die Üsenberger die Vogtei über die Güter des elsässischen Frauenklosters Andlau. 1203 wird Burkhard von Üsenberg als Besitzer des castri Chornberc erwähnt. 1317 wird in eine Grangia (Kornspeicher) des Klosters Andlau in Bleichheim genannt. Erster eindeutiger urkundlicher Hinweis auf die Anlage ist 1331 eine Güterübergabe von Hugo von Üsenberg an seinen Vogt Johannes dem meyer von Kurenberg. An die Schenkung erinnern heute noch die Namen der benachbarten Mayersmühle sowie das angrenzende Mayerswäldele.

    Der befestigte Kornspeicher Kastenbuck wurde im Jahr 1997 vom Herbolzheimer Stadtrat als Grabungsschutzgebiet ausgewiesen. (Text: Dr. Bertram Jenisch LAD BW 2019)

     

     

     

    Kastenbuch 3D Modell
    Geländemodell des Kastenbuck (Wolfgang Schwörer 2000). Nach heutiger Kenntnis stand auf dem Hügel eher ein Wohnhaus statt eines Turms.

     

    Geländemodell Kastenbuck von Wolfgang Schwörer 2000

    Geländemodell des Kastenbuck (Wolfgang Schwörer 2000). Nach heutiger Kenntnis stand auf dem Hügel eher ein Wohnhaus statt eines Turms.

  • Breisach - Stadtburg

    Stadtburg Breisach

    Burgstelle erkennbar, wenig oder keine Ruinenreste

     


    Spätrömische Goldmünze Kaiser Valentinians I.


    197-220 Meter über dem Meer liegt die alte Stadt Breisach.
    Vorgeschichte:Die Römer erkannten die herausragende strategische Bedeutung des Breisachberges und errichteten  auf dessen Südseite ein Kastell. 369 n. Chr. besuchte Kaiser Valentinian I. die hier stationierten  Legionen und erließ ein Gesetz, in dem der mons brisiacus erstmals erwähnt wird. Das Kastell wurde  von den Alemannen um 400 n. Chr. erobert und teilweise zerstört. Der Name Breisachs geht zurück auf 'brisin-ac' und bedeutet 'Wasserbrecher', der Felsenberg in der  Rheinlandschaft, an dem sich das Wasser bricht. Breisach war zwischen Basel und Straßburg die einzige Hafenstadt.

    10 Jh. Seit dem 10. Jahrhundert entwickelte sich Breisach zu einem der bedeutendsten Orte am Oberrhein. Zu den Stadtherren zählten u. a. die deutschen Könige, die Bischöfe von Basel, die Staufer und Zähringer. Stadtmauern und -tore schützten die Stadt, die über Münz- und Marktrecht verfügte.  
    1198 begann Herzog Berthold V. von Zähringen mit dem Bau einer mächtigen Burg am Nordende des Breisachberges und des 42 Meter tiefen Radbrunnens in dessen Mitte.  
    1638 Im 30-jähringen Krieg gelang die Eroberung der habsburgischen, vorderösterreichischen Stadt nur mit einer List: Der protestantische Heerführer, Herzog Bernhard von Weimar, hungerte Bevölkerung und Besatzung monatelang und erfolgreich aus. Die verzweifelte Stadt mußte sich im Dezember ergeben und wurde für kurze Zeit eine sächsisch-weimarische Amtsstadt.  
    1639 Nach Bernhards Tod trat Frankreich sein Erbe an. Breisach wurde eine französische Stadt. Unter König Ludwig XIV. baute der französische Militärarchitekt Vauban Breisach zur stärksten Festung Frankreichs aus, zu einem 'Juwel' in der französischen Krone. Im Nordwesten entstand ein völlig neuer Stadtteil, die Breisacher Neustadt Saint-Louis, Sitz des von Ensisheim hierher verlegten elsässischen Parlaments und obersten Gerichtshofs.  
    1697 Nach dem Frieden von Rijswijck 1697         mußte die Neutsadt Breisach im Nordwesten jedoch wieder abgerissen werden.         Als Ersatz ließ Ludwig XIV. durch         Vauban das heute noch ursprünglich erhaltene Neuf-Brisach, einen wahrhaften         Festungsstern, erbauen.
    1700- 1703 Nur 3 Jahre erfreute sich Österreich wieder seines Besitzes Breisach, dananch geriet es bis 1714 nochmals unter französische Herrschaft.
    1741/43 Kaiserin Maria Theresia ließ die gewaltigen Festungsanlagen schleifen, die Militärbauten sprengen. Sie wollte damit den ewigen Zankapfel zwischen Frankreich und Deutschland beseitigen.  
    1793 Französische Revolutionstruppen zerstörten später durch ein 4-tägiges Brandbombardement im September die seit Jahrhunderten gewachsene Stadt. Breisach blieb bis ins frühe 19. Jahrhundert eine Ruinenstadt und erholte sich von diesem schweren Schlag nie mehr völlig.  
       



    Kupferstich aus der Topographia Alsatiae von Merian 1644                    
    Kupferstich aus der Topographia Alsatiae von Merian 1644         
    Festung Breisach 1638 - M. Merian
    Kartenausschnitt Festung Breisach 1638 von Merian

    Text/Video/Fotos/Scans: H-J van Akkeren
    Originalkarten mit freundlicher Genehmigung durch
    Dr. med. E. Bühler
    (Burg Sponeck Jechtingen)
    79235 Vogtsburg-Oberrotweil

     


     

  • Eichstetten - Burgstelle

    Eichstetten - Burgstelle

     

    ehemalige Burgstelle, nichts ist mehr erkennbar

    Am südlichen Ortsrand von Eichstetten befindet sich auf einer Anhöhe eine ehemalige Burgstelle. Eichstetten wird erstmals im Jahr 737 in Zusammenhang mit dem Kloster Murbach urkundlich erwähnt.[1] Die Burg wurde von den im 12. Jahrhundert nachgewiesenen Herren von Eichstetten, einem Zweig der Hessonen und Vorfahren der späteren Üsenberger, erbaut und 1113 erwähnt.[2]

    In einer Urkunde vom 13. November 1315 verkaufen die Brüder Ulrich und Rüdin Herren von Eichstetten ihre Burg an die Brüder Burkard und Gebhart von Üsenberg. Die Burg scheint noch intakt zu sein, denn in dieser Urkunde sprechen Sie von unser Burg.[3] Am 20. September 1356 wird die Burg dann in einer Urkunde als Burgstall bezeichnet (das burgstal ze Eystat).[4]

    Am 10. August 1418 verleiht König Sigmund den Dörfern Emmendingen und Eichstetten das Marktrecht, Jahr- und Wochenmärkte abzuhalten.[5]

    Die Herren von Eichstetten waren ein im 11. und 12. Jahrhundert im südlichen Schwarzwald begütertes Adelsgeschlecht, das sich nach Eichstetten am Kaiserstuhl nannte. Die Herren von Eichstetten gehen vermutlich auf einen im Jahr 1052 urkundenden Adligen Hesso zurück, der in diesem Jahr in Eichstetten eine Kirche errichten und weihen ließ und dort vermutlich ein Eigengut besaß. Hesso gehörte vermutlich zu dem in Süddeutschland weit verbreiteten Adelskreis der Hessonen. Er und seine Brüder werden als Begründer mehrerer im südlichen Breisgau begüterter Adelsgeschlechter angesehen, so der Grafen von Nimburg und der Üsenberger. Die genaue Genealogie und Verwandtschaft ist dabei aber noch nicht abschließend geklärt. Ein weiteres auf Hesso zurückgehendes Adelsgeschlecht sind die Herren von Eichstetten, die unter dem Leitnamen Eberhard ab etwa 1100 über drei Generationen fassbar sind. [6]

     

    Burg Eichstetten 01Burg Eichstetten 02

    Burg Eichstetten 03Burg Eichstetten 04

    Fotos 2020 Hans-Jürgen van Akkeren

     

    1052-1100 In diesem Zeitraum enstand eine erste Turmburg als Sitz eines später nach Eichstetten benannten Adelsgeschlecht.

    um 1130 Erste schriftliche Erwähnung einer Burg Eichstetten im Besitz des adligen Eberhard von Eichstetten.

    1248 5. April 1248. Die Markgrafen Hermann und Rudolf von Baden verleihen ihr Lehen zu Eichstetten, welches bis jetzt die Brüder Rudolf und Burkart von Üsenberg innehatten, an Hesso, den Sohn von Burkart von Üsenberg.
    (GLA KA 21 Nr. 1989)

    1284 13. Oktober 1284. Hesso und Rudolf von Üsenberg verkaufen ihren Hof zu Eichstetten an Johann Bitterolf, Bürger zu Freiburg, um 60 Mark Silber.
    (GLA KA 21 Nr. 1957)

    1303 29. Mai 1303. Dietrich von Tußlingen, Schultheiß von Freiburg, verkauft an Johann Oesen, Bürger zu Freiburg, 1 Mark Silber Gült von der Mühle zu Eichstetten um 10 Mark Silber, die er von Hesso von Üsenberg hatte.
    (GLA KA 21 Nr. 2000)

    1315 13. November 1315. Urich von Eichstetten und sein Bruder Rüdin verkaufen an die Brüder, den Herren Burkard und Gebhart von Üsenberg ihre Burg mit Baumgarten zu Eichstetten um 140 Mark Silber.
    (GLA KA 21 Nr. 1964) Urkunde und Siegel der Herren von Eichstetten.

    1318 20. Februar 1318. Ritter Ulrich der Frye von Eichstetten verkauft seinen Anteil und seine Rechte an dem sogenannten Husenhof zu Eichstetten an Nikolaus Ederlin, Bürger zu Freiburg, um 23 Mark Silber.
    (GLA KA 21 Nr. 1958) Urkunde und Siegel der Herren von Eichstetten.

    1323 31. August 1323. Ulrich von Eichstetten verkauft eine Gült von 7 Mutt Roggen von seinem Hof zu Eichstetten an Wilhelm den Hefenler, Bürger zu Freiburg, um 8 Pfund Stäbler.
    (GLA KA 21 Nr. 1912) Urkunde und Siegel der Herren von Eichstetten.

    1326 23. Juni 1326. Gertrud und Kunigunde, Töchter des verstorbenen Ritters Walther von Buchhein, Klausnerinnen[6, Klausner/in=Einsiedler] zu Eichstetten, übergeben ihre Klause dem Predigerkloster zu Freiburg. 
    (GLA KA 21 Nr. 1966)

    1356  20. September 1356. Johann von Üsenberg urkundet, daß er von den Lehen und Gütern zu Eichstetten, welche er von Graf Friedrich zu Freiburg zu Lehen hatte, den Göttinshof und den Burgstall zu Eichstetten für sich behalten habe.
    (GLA KA 21 Nr. 1990)

    1356 20. September 1356. Graf Friedrich von Freiburg, Landgraf im Breisgau, verleiht auf Bitten von Johann und Hesso von Üsenberg den Kirchensatz und das Dorf Eichstetten dem Ritter Gerhard, Schultheiß, und dem Bürger Johann Kruschli zu Endingen als Lehen.
    (GLA KA 21 Nr. 1991)

    1357 1. Februar 1357. Johann von Üsenberg verspricht der Stadt Endingen Schadloshaltung dafür, daß sie Währschaft für den Verkauf des Dorfs Eichstetten geleistet hat.
    (GLA KA 21 Nr. 2016)

    1357 25. Februar 1357. Margarethe, Witwe von Otte von Keysersberg, gibt ihrer Tochter, Klosterfrau zu Günterstal, mehrere Gülten zu Eichstetten.
    (GLA KA 21 Nr. 1916)

    1357 31. Oktober 1357. Johann von Üsenberg verkauft mit Einwilligung der Pfalzgräfin Klara von Tübingen und seines Bruders Hesso das Dorf Eichstetten mit allem Zubehör an Johann den Malterer, den Ritter Johann Snewli und Dietrich von Falkenstein um 500 Mark Silber.
    (GLA KA 21 Nr. 2017)

    1360 12. Dezember 1360. Graf Egen von Freiburg verleiht auf Bitten seines Vetters Johann von Üsenberg das Dorf Eichstetten mit allem Zubehör Hesso Snewelin im Hof, Johann Snewelin, Konrad Dietrichs Snewelins sel. Sohn, Ritter Dietrich von Falkenstein und Martin Malterer.
    (GLA KA 21 Nr. 1992)

    1366 29. Mai 1366. Abrecht Ruber von Kenzingen, Bürger zu Freiburg, verkauft seinem Sohn Heinrich 5 Pfund Pfennig Gült von Gütern zu Eichstetten um 25 Pfund Stäbler.
    (GLA KA 21 Nr. 1917)

    1372 1. November 1372. Johann von Üsenberg entscheidet als Lehnsherr der Kirche zu Eichstetten, daß die Kapelle des Altars zu St. Niklaus in dieser Kirche 10 Schilling Gült mit Recht zu fordern habe.
    (GLA KA 21 Nr. 1967)

    1376 6. November 1376. Hesso von Üsenberg verschreibt seiner Gemahlin Agnes von Geroldseck 800 Mark Silber zu Eichstetten, Nieder-Rimsingen, Leuselheim und die Leute zu Achkarren.
    (GLA KA 21 Nr. 2010)

    1376 13. Dezember 1376. Johann unterm Rein von Eichstetten gibt seine Rechte an 10 Mannshauet Reben zu Eichstetten auf zugunsten des Predigerklosters zu Freiburg.
    (GLA KA 21. 1982)

    1378 3. Juni 1378. Bischof Heinrich von Konstanz beauftragt den Dekan in Endingen, den von Hesso von Üsenberg präsentierten Albert Fuchs von Ettlingen in die Pfarrei Eichstetten einzweisen.
    (GLA KA 21 Nr. 1968)

    1379 6. Februar 1379. Hesso von Üsenberg verleiht seinem Kaplan Abreht Fusch von Ettlingen die Kirche zu Eichstetten.
    (GLA KA 21 Nr. 1969)

    1379 17. September 1379. Kardinal Pileus bestätigt dem Albert Fusch von Ettlingen den Besitz der Pfarrkirche zu Eichstetten.
    (GLA KA 21 Nr. 1970)

    1379 15. Oktober 1379. Bischof Heinrich von Konstanz stellt ein Vidimus der Urkunde des Kardinals Pileus aus vom 16. September 1379 über die Übertragung der Pfarrstelle zu Eichstetten.
    (GLA KA 21 Nr. 1971)

    1379 10. November 1379. Abreht von Ettlingen, Kirchherr zu Eichstetten, überläßt den Kindern der verstorbenen Hesso und Johann von Üsenberg die Einkünfte der Kirche mit einigem Vorbehalt.
    (GLA KA 21 Nr. 1972)

    1381 18. März 1381. Albertus Fusch, Rektor der Pfarrkirche zu Eichstetten, protestiert durch ein Notariatsinstrument gegen Johann von Ruti, welcher des ersteren Pfarre beansprucht. 
    (GLA KA 21 Nr. 1973)

    1381 6. April 1381. Kardinal Guillermus sichert Johann von Ruti von neuem die Pfarrei Eichstetten zu.
    (GLA KA 21 Nr. 1974)

    1381 15. Mai 1381. Albert Fuchs, welchem die Pfarrei Eichstetten streitig gemacht wird, appelliert durch Notariatsinstrument an den römischen Stuhl.
    (GLA KA 21 Nr. 1975) LOGO des Urkundenschreibes (Et ego Johes... Scriptormonem in... opido friburgen) der Urkunde IOh mit zwei sechsstrahligen Sternen. Vielleicht ein Johans Meyger (von Kürnberg)?

    1381 28. Dezember 1381. Graf Egen von Freiburg übernimmt von Herzog Leopold von Österreich das Dorf Eichstetten nebst Wittumhof und Kirchensatz daselbst als Lehen.
    (GLA KA 21 Nr. 1993)

    1381 28. Dezember 1381. Herzog Leopold von Österreich belehnt Graf Egen von Freiburg mit dem Dorf Eichstetten, dem Wittumhof und Kirchensatz daselbst.
    (GLA KA 21 Nr. 1994)

    1382 5. Juni 1382. Ein Schiedsgericht entscheidet, daß die hinterlassenen Kinder von Hesso von Üsenberg das Dorf Eichstetten behalten und dem Lehnsherrn, Graf Egen von Freiburg, einen ebenso guten Träger stellen sollen, als ihr Vater war.
    (GLA KA 21 Nr. 1995)

    1383 25. Mai 1383. Graf Egen von Freiburg und Markgraf Hesso von Hochberg, letzterer für sich und seine Vogtkinder von Üsenberg, treffen ein Abkommen wegen des Kirchensatzes zu Eichstetten.
    (GLA KA 21 Nr. 1987)

    1384 23. Juli 1384. Ein Schiedsrichter entscheidet den Streit, welchen das Prediger-Kloster zu Freiburg und Johanns Wißen, Kaplan zu St. Niklaus in Eichstetten, wegen einer Gült von 10 Schillingen zu Eichstetten miteinander haben.
    (GLA KA 21 Nr. 1977)

    1395 1. April 1395. Graf Konrad von Freiburg, Landgraf im Breisgau, belehnt den Markgrafen Hesso zu Hochberg mit dem Kirchensatz zu Eichstetten und dem Wittumhof (7 Witum Widum, Grimm, Idiotikon) daselbst.
    (GLA KA 21 Nr. 1996)

    1395 1. April 1395. Markgraf Hesso zu Hochberg übernimmt vom Grafen Konrad von Freiburg das Dorf und den Kirchensatz zu Eichstetten und den Wittumhof daselbst als Lehen.
    (GLA KA 21 Nr. 1997)

    1397 14. Dezember 1397. König Wenzel gestattet dem Markgrafen Hesso von Hochberg, an einem der Orte Eichstetten, Hochstetten, Theningen oder Weisweil einen Zoll zu erheben.
    (GLA KA D Nr. 445)

    1397 Freitag nach St. Luciae 1397. Freiheitsbrief von König Wenzel für Markgraf Hesso I. von Baden-Hachberg, daß er zu Eichstetten und Theningen, jedoch nur an einem dieser Orten einem jeden mit Kaufmannsware beladenen Wagen zwölf, von jedem so beladenen Karren sechs und von jedem dergleichen tragenden Pferde zwei Straßburger Pfennige Zoll nehmen, ferner zu Weisweil einen Rheinzoll als ein Reichslehen, und zwar von jedem Fardel einen alten großen Turnos (etwa ein alter 6. Bätzner) von Kaufmannsware nach Marzahl erheben dürfe.
    (GLA KA 36 Nr. 2434)

    1399 27. Dezember 1399. Graf Eberhard zu Württemberg entscheidet den Streit, welchen Markgraf Hesso von Hochberg und Kaspar von Klingenberg, Gemahl von Margarethe der Maltrerin, wegen Eichstetten und anderem miteinander führen.
    (GLA KA 46,´Nr. 1563)

    1416 27. August 1416. Kaspar von Klingenberg und seine Gemahlin Margarethe die Maltererin gestatten dem Markgrafen Bernhard von Baden die Wiederlösung des Dorfs Eichstetten mit allem Zubehör um 3.000 Gulden.
    (GLA KA 21 Nr. 2018)

    1418 10. August 1418. König Sigmund verleiht den Dörfern Emmendingen und Eichstetten das Recht, Jahr- und Wochenmärkte abzuhalten.
    (GLA KA D Nr. 619) (Regesta Imperii)

    1422 15. Juni 1422. Fritschi Zund von Neuenburg verkauft den beiden Klausnerinnen in der Klausen zu Eichstetten mehrere Gülten um 27 Pfund Pfennige.
    (GLA KA 21 Nr. 1925)

    1429 19. April 1429. Peter Walter unterm Rein, Schuhmacher und Bürger zu Freiburg, verkauft den geistlichen Schwestern in der Klause zu Eichstetten 1 Zweitel Matten zu Eichstetten um 3 Pfund Pfennige.
    (GLA KA 21 Nr. 1984)

    1430 23. Juni 1430. Markgraf Jakob von Baden urkundet, daß Ihringen, Eichstetten, Baldingen und Malterdingen von der Hälfte der Haftung Endingen gegenüber befreit sind.
    (GLA KA 21 Nr. 2005)

    1420 4. Juni 1420. Der bischöfliche Generalvikar zu Konstanz entscheidet den Streit über das Besetzungsrecht der Pfarrei Eichstetten, welches Herzog Friedrich von Österreich und Markgraf Bernhard von Baden beanspruchen.
    (GLA KA 21 Nr. 1978)

    1432

    5. Mai 1432. Henni Gerung von Eichstetten setzt andere Güter, als bisher verpfändet gewesen, zum Pfand für 1 Saum Wein Gült, welches das Prediger-Kloster zu Freiburg von Gütern zu Eichstetten bezieht.
    (GLA KA 21 Nr. 1928) Siegel der Urkunde des Grafen Cunrat von Tuwingen Herre ze Lichteneyk
     

    1432

    24. Mai 1432. Das Barfüßer-Kloster zu Freiburg verkauft eine Gült von 3 Mutt Roggen und 4 Kapaunen von der mittleren Mühle zu Eichstetten dem Markgrafen Jakob von Baden um 5 Pfund Pfennige.
    (GLA KA 21 Nr. 2001)

    1439 3. Januar 1439. Hans Snewly von Landeck, Ritter, und seine Gemahlin Margarethe von Landsberg verkaufen ihren Hof zu Eichstetten dem Kloster St. Klara zu Freiburg um 900 Gulden.
    (GLA KA 21 Nr. 1986)

    1453 2. Oktober 1453. Fritschi Zund übergibt seiner Tochter (Stieftochter) Margarethe Hetzlin, Meisterin in der Klause zu Eichstetten, mehrere Gülten daselbst.
    (GLA KA 21 Nr. 1934)

    1477 30. Januar 1477. Markgraf Christoph von Baden bestimmt Trutpert, Herrn zu Staufen, und Anton Meyger zu seinen Bevollmächtigten für das auf Montag nach Reminiscere zu Eichstetten am Kaiserstuhl angesetzte Lehngericht.
    (GLA KA 21 Nr. 68)

    1479 2. Juni 1479. Konrad Krebs von Eichstetten verkauft den geistlichen Schwestern in der Klause zu Eichstetten 1/2 rheinischen Gulden von 2 Jauchert Reben und Äckern zu Eichstetten um 10 rheinische Gulden.
    (GLA KA 21 Nr. 1938) Auffällige Ähnlichkeit des Siegelwappens mit dem heutigen Wappen der Gemeinde Eichstetten

    1505 15. September 1505. Andreas Hüpschmann, Edelknecht, verkauft dem Prediger-Kloster zu Freiburg alle seine Gülten zu Eichstetten gegen jährliche 5 Pfund Pfennige.
    (GLA KA 21 Nr. 1940)

    1508 27. März 1508. Markgraf Christoph von Baden leiht von Bastian von Blumnegg 1.100 Gulden, verzinslich mit 55 Gulden, unter Verpfändung der Dörfer Eichstetten, Malterdingen, Denzlingen und Weisweil.
    (GLA KA 21 Nr. 2006)

    1526 19. Juni 1526. Das Kloster St. Agnes zu Freiburg verzichtet auf die Gülten zu Eichstetten, welche Markgraf Ernst von Baden-Hochberg dem Kloster für die Aufnahme seiner Tochter Elisabeth dem Kloster versprochen hat.
    (GLA KA 21 Nr. 1942)

    1527 20. Dezember 1527. Das Kapitel zu Endingen bescheinigt den Empfang von 60 Gulden, auf welche Summe durch Vermittlung der Markgrafen Philipp und Ernst von Baden seine Kostenersatzforderung an den Propst zu Baden aus dem Rechtsstreit wegen der Todfallpflicht von dessen Pfarrei zu Eichstetten verglichen worden ist.
    (GLA KA 21 Nr. 1988)

    1541 12. März 1541. Abt Lorenz und der Konvent des Klosters Ettenheimmünster verkaufen ihre Gülten zu Eichstetten und Bötzingen dem Junker Jakob Vey um 165 Gulden.
    (GLA KA 21 Nr. 870)

    um 1855 Der damalige Besitzer des Burggeländes sprengt die letzten Teile der Ruine mit Schwarzpulver. Viele Befunde, darunter verzierte Fußbodenplatten, Keramik, Armbrustbolzen, Pfeil- und Lanzenspitzen, Hufeisen und Schlüssel werden in das Landesmuseum in Karlsruhe verbracht. Die Fundstücke sind heute größtenteils verschollen.
    Bis 2007 wurde das Gelände für den Rebbau genutzt und ist heute ein Aussichtspunkt.

    Quellen: GLA KA = Permalink des Generallandesarchivs Karlsruhe

    Burg Eichstetten 05 Hinweistafel
    Foto der Hinweistafel auf dem Gelände der ehemaligen Burgstelle


     

  • Urkunden Üsenberg & Meiger von Kürnberg

    Urkunden der Herren von Üsenberg und ihren Gefolgsleuten den Meigern von Kürnberg, Schultheißen zu Kenzingen





    Bild: Aus der Züricher Wappenrolle 1340



    1219 - 1427

       
       
    1219 1219, November 16 überläßt Rudolf von Üsenberg dem Kloster Tennenbach einige Güter in Langenbogen für einen jährlichen Zins von 6 Pfennig.

    - Ausf. Karlsruhe, GLA 24/946; ZGO 9 (1858) S. 230; FUB 1 Nr. 164


    1248 1248, Oktober 16 schenkt Rudolf von Üsenberg dem Kloster Wonnental zum Seelenheil seines verstorbenen Bruders Burchard das Allod, das er von Walther miles von Falkenstein gekauft hatte und das nahe beim Kloster liegt. Zeugen:
    Der Abt von Tennenbach, der Propst von Straßburg, Sigebot, Priester von Kenzingen, Walther von Falkenstein, Berthold Truchseß von Riegel, .. miles, gen. Ruobarius, Albert, gen. Ruobarius, .. miles, gen. Schrot, Johannes, miles von Kenzingen. - S: d.A.

    - Ausf. Karlsruhe, GLA 25/2


    1252 1252, Januar 6, Mahlberg
    Walther von Geroltsecke und seine Frau Heilika schenken in Anwesenheit und mit Zustimmung ihrer Söhne Walther, Propst in Straßburg, Hermann und Heinrich den Hardererhof (curia in Harderen), der mit der Hälfte des Zehnten ihnen gehört, mit allen Rechten dem Kloster Tennenbach. Bis zu ihrem Lebensende soll das Kloster aus diesem Gut 140 Scheffel Weizen und Gerste liefern, die nach ihrem Tod zu einem zweimal jährlich abzuhaltenden Seelgerät zu verwenden sind. Zur größeren Andacht sollen weiterhin an jedem Jahrestag ihres Todes besserer Wein, weißes Brot, Fische und Käse
    gereicht werden.
    Zeugen: W[alther], H[ermann] und H[einrich], die Söhne Walthers, sein Kaplan Heinrich, Jacob von Racenhusen, Albert von Stophenberg, Gerung, gen. Schahmann und Cuno, gen. Vrie, milites und andere servis nostris. S: Abt von Tennenbach (ab), der Aussteller (frgm.) und seine Söhne Hermann (ab) und
    Walther (besch.).

    In castro Malberg, 1251, in die epyphanie.
    Ausf. Karlsruhe, GLA 24/588

    Kop. 14. Jh. Ebd. Tennenbacher Güterbuch (ohne Zeugen), Druck S. 192/93 - Kop. vid. 1452,
    August 2 und 2 Kopp. 1701, April Ebd. 24/588 - Kop. Ebd. 21/3603

    Schöpflin, Historia Zaringo-Badensis 5 S. 221 Nr. 127 (nach Tennenbacher Güterbuch)
    RBStrbg 2 Nr. 1593.7

    (1) Zu diesem Hof gehörten etwa 184 Ackerstücke: Tennenbacher Güterbuch S. 199

    (2) 1258, Januar 10 wird im Streit zwischen dem Kloster Tennenbach und den Weisweiler Vögten entschieden, daß der Harderer Hof dasselbe Recht an Wald und Weide hat wie alle Dorfbewohner. - Ausf. GLA 24/[28]; ZGO 1 S. 411ff; Hefele, FrUB 1 Nr. 162. 1258, März 16 bestätigen Gf. Konrad von Freiburg, Gf. Rudolf von Habsburg und der Herr von Üsenberg diesen Schiedsspruch. - Ausf. Ebd.; Wilhelm, Corpus 1 Nr. 410; Hefele, FrUB 1 Nr. 167

    (3) 1269 verkauft das Kloster Ettenheimmünster an das Kloster Tennenbach 12 Juch Acker beim Hof zu Hardern im Weisweiler Bann für 18 £ Breisgauer. Von diesen Gütern liegen 4 Juch im Niederen Feld und 8 im Oberen Feld. S: Abt und Konvent des Klosters Ettenheimmünster, Hesso von Üsenberg und die Stadt Kenzingen. An 6. Stelle unter den 20 Zeugen, alle Bürger von Kenzingen, Herr Ulrich der Zolner. - Ausf. Karlsruhe, GLA 24/[28]; 3 Kopp. Pap. 1701, April Ebd.; Kop. End 21/[209]

    (4) 1280, März 21 verkauft Werner Koler, Ministerialer der Grafen Heinrich von Fürstenberg, Egeno und Heinrich von Freiburg, dem Kloster Tennenbach mit Zustimmung seiner Herren 26 Juch von seinen Äckern im Bann Weisweil, die dem Tennenbacher Hof Harderen benachbart sind, für 34 £ Breisgauer.

    - Ausf. Karlsruhe GLA 24/60; Hefele, FrUB 1 Nr. 322; FUB 1 Nr. 542; ZGO 9 (.....) S. 471


    1256 1256, Januar 21, Freiburg
    Rudolf von Razenhusen, miles, und seine Frau Anna, filia quondam Bertholdi militis, domini castri de Tonsul in Brisgaudia, verkaufen dem Grafen Konrad von Freiburg (nobili viro et domino nostro... comiti de Friburg) die Burg Tonsul mit Zubehör, ausgenommen vier Leute, die sie zu ihrem Dienst zurückbehalten, für 400 Mark Silber.
    Zeugen: Abt Arnold der cella Sancti Petri in Nigra silva, Hugo, plebanus in Brisaco, de Stouphen domini Otto und Gottfried d.J., Friedrich miles de Razenhusen, Heinrich, dictus Vassarius, Ludwig von Munzingen, Konrad Cholmannus, Johannes von Túselingen, Burchard Meinwardus, magister Walther scolasticus in Brisaco. S: B. Heinrich von Straßburg, Walther, Herr de Gerolsegge, Rudolf, Herr de Vesenberg, nobilium, Hugo, plebani de Brisaco (ab) und d.A. Datum et actum 1256, 12 Kalendas Februarii, indictione 14.

    Ausf. Karlsruhe, GLA 15/667 (lat.) mit Siegeln an grünen (1) bzw. bräunlichen Wollschnüren
    (2-4)
    ZGO 9 (1858) S. 335 - Hefele, FreibUB 1 Nr. 152
    ZGO 30 (1878) S. 104 Nr. 26 - RBStrbg 2 Nr. 1485


    1258 1258, Januar 10 wird im Streit zwischen dem Kloster Tennenbach und den Weisweiler Vögten entschieden, daß der Harderer Hof dasselbe Recht an Wald und Weide hat wie alle Dorfbewohner.

    - Ausf. GLA 24/[28]; ZGO 1 S. 411ff; Hefele, FrUB 1 Nr. 162.

    1258, März 16 bestätigen Gf. Konrad von Freiburg, Gf. Rudolf von Habsburg und der Herr von Üsenberg diesen Schiedsspruch.

    - Ausf. Ebd.; Wilhelm, Corpus 1 Nr. 410; Hefele, FrUB 1 Nr. 167


    1271

    1271.07.14
    Die Herren Hesso und Rudolf von Ulsenberg übertragen das Eigentumsrecht über den Hof zu Weinstetten [Winstat] an Rudolff den Comenthur und die Brüder des Johanniterordenhauses zu Freiburg, die denselben von Gotfrid von Staufen [Stofen] käuflich erworben haben.
    Zeugen: presentibus Wal. [dapifero], Frid. de Herbolzheim et Ul. dicto Zolner militibus, Hugone dapifero, Joh. de Seching. et Mart. aliisque fiderignis a.s.h. publice in Kenzingen debita legalitate adhibita presentibus III feria ante Marz anno domini MccIxxi.

    Lateinisches Original Pergament. Siegel des Hesso von Ulsenberg lädiert.

    Findbuch der Albert Ludwig Universität Freiburg i.Br., Bestand A001



    1277 1277, September 14, Mahlberg
    Heinrich der grave von Veldentz und Heinrich und Walther, die gebruder von Geroltzeck teilen mit gemeinem rate unser frunde und unser manne das väterliche Erbe unter sich. Dabei erhält Gf. Heinrich von Veldentze die vogty zu munster, doch ohne Walberg, dazu hochendan und was östlich der Biscofs mulin liegt, Zunswiler, Berghopten und was hin gegen swaben lyt und das gut ze swaben allessament, die halbe Burg Swanowe mit allem, was dazugehört und im Bann liegt und die Hälfte von Otenheim. Die Brüder Heinrich und Walther erhalten dagegen Landegke, Walberg, den hof zu Langenhart, Sultze, Malberg, Lare, Merburg, die bischofes mulin und alles, was von der Mühle gegen den Rhein liegt, doch ohne die Hälfte von Ottenheim, alles Gut ze Eilseze, doch ohne die halbe burgk zu Swanowe. Sie vereinbaren weiterhin, daß die Leute da sollen dienen mit dem lybe, wo sie seßhaft sind, daß sie aber ihren Leuten den freien Abzug aus einem Teil in den anderen gewähren. Wenn einer aber mit sture begriffen sy, die soll er vorher bezahlen. Der sybende von den Silberbergen soll gemein sein, die Gerichtsbarkeit steht aber dem zu, auf dessen guot das Silber gefunden wird. Die Wildbänne beyde ze Swaben zu Mortnowe sind gemein, gemeinsam sollen sie das Wild bannen und befriden. Die mannlehen sollen sie gemeinsam vergeben. Wer an einem kriege oder urluge teilnimmt, soll aus dem hus ze Swanowe [...] daruß faren mit allen die er hett, der andere soll die Burg nicht ihm zum Schaden verwenden.
    Zeugen: Hesso von Usenberg, Brun von Windeck, Kuno der frie, Berthold der truchsesse von geroltzecke, der waltbott, Gerung Schohmann, Ludwig von Wiggerßheim, Heinrich von Utintingen, der Vogt Hesse von Lare, Vogt Wilhelm von Schuttertal. - S: d.A.
    zue Malberg, 1277, an des heiligen crutz tag.

    Ausf.1 (Hohengeroldseck) und Ausf.2 (Lahr) verloren
    Kop.vid.1 1422, Juli 26 (Abt Johann von Schuttern und Meister und Rat der Stadt Lahr) Karlsruhe,
    GLA 27/ 512 (Konvolut 27) nach Ausf.2 - Kop.vid.2 1471, Februar 4 (Offizial in
    Straßburg) Straßburg, Ar. mun., Urk. (1471, Februar 4) - Kop.1 15. Jh. (nach Kop.vid. 1422)
    Ebd. 67/636 f. 272a-273a - Kop.2-4 16./ 17. Jh. (nach Ausf.2) Ebd. 67/697 f. 5, f. 6 und f.
    269b-270b - Kop.5 -6(nach Kop.vid. 1422) Ebd. 27/ 513 (Konvolut 27) und 111/305 - Kop.6
    (ebenso) Ebd. 117/942 f. 11- 12
    Reinhard, Pragmatische Geschichte..., Urkundenbuch Nr. 5
    Vgl. dazu Bühler, Herschaft Geroldseck S. 62-70


    1283 1283, Juli 6
    Hesso und Rudolf von Vesenberg bestätigen die Rechte und Freiheiten der Stadt Kenzingen, die dieser Rudolf von Vesenberg sel., Hessos Oheim und Rudolfs Vater, der den Ort 1249 zu befestigen begonnen hatte, und Kg. Rudolf verliehen hatten. S: Hesso und Rudolf von Vesenberg, B. Konrad von Straßburg, M. Heinrich von Hahberg, Gf. Egen von Friburg, Gf. Heinr[ich] von Veldenze (Siegeltyp 2, besch.), Heinr[ich] (Siegeltyp 1, besch.) und Walther von Gerolzegge, Brüder, Johann und Wilhelm von Swarzenberg.
    1283, secundo Nonas Julii.

    Ausf. Kenzingen, Stadt-A.
    Foto der Ausf. Karlsruhe, GLA 21/4297 - Kop. (1723, September 28) Ebd. 21/4296
    Maurer, Urkunden Uesenberg S. 237ff.
    ZGO 10 (1859) S. 104 - RBStrbg 2 Nr. 2134


    1293 1293, April 23, Kenzingen
    Rudolf von Vesenberg und seine Frau Adelheid verkaufen dem Kloster Tennibach 60 Juch Acker in wiswiler banne, die der Hardener und Berthold Salzbrot von ihnen für eine Gült von 20 mutte, d.s. 6 mutte Weizen, 7 mutte Roggen, 7 mutte Gerste, und 6 Hühner hatten und die Albrecht Bro eteli als ledig aufgegeben hatte, für 60 Mark Silber Freiburger Gelöts und verzichten auf alle Rechte an den Gütern, wie Kornschneiden am Weg (unde daz sniden umbe die wege nah dem spere durch den korn ze hardern allenthalben irs gutes un irs eigens) und auf das Recht der Banngarben (bangarbe). Auch soll der Bannwart ihr Korn hüten wie das der übrigen Bauernschaft. Zeugen: Abt Meinwart von Tennenbach, Bruder Heinrich der Prior, der ze Friburg schuelmeister was, Bruder Heinrich Beging der grosse kelner, Bruder Konrad Rigalde, Bruder Rudolf schuelmeister ze kenzingen, Herr Ulrich der zolner ein ritter, Rudolf von Ringesheim, Werner Milenbach, schultheisse ze kenzingen, Konrad der Cramer, Berthold der voget, Hug von Maltertingen, Rudolf der keger, Abreht der Cramer, Berthold Stehelli, Cuenzi der Rueber.
    S: M. Heinrich von Hachberg (ab), Rudolfs Bruder Hermann von Gerolzzegge, d.A.
    (Umschr. leicht besch.) und die Stadt Kenzingen.
    ze Kenzingen in der stat, 1293, an sante Georigen tag des marterers.

    Ausf. Karlsruhe, GLA 24/1232, dabei 2 Kopp. 1701, April - Kop. 14. Jh. Tennenbacher
    Güterbuch S. 196/97
    Maurer, Üsenberg S. 193f


    1293 1293, Juli 21, Kenzingen
    Rudolf von Vesenberg verkauft dem Ritter Dietrich von Túslingen, Schultheiß in Freiburg, eine Gült von 30 Mark Silber von der stúre von den burgern und der statt ze Kenczingen gemeinlich für 378 Mark Silber Freiburger Gewichts und behält sich den Rückkauf innerhalb von vier Jahren nach dem nächsten Osterfest vor.
    Zeugen: der Koler, Walther und Gerhard, die Schultheissen von Endingen, Johann und Hermann von Wisswil, Egenolf Kuechli, Burkart der Turner, Johannes Slegelli und Konrad Toeldeli.
    S: d.A., M. Heinrich v. Hachberg, Gf. Egen von Friburg, Hesso, min(es) vetter von Vesenberg, Hermann, min(es) bruoder von Geroltzegg, und die Bürger von Kenczingen.
    ze Kenczingen
    , 1293, an dem nehsten zinstag nach sant Margarethentag.

    Kop. vid. 1381, Oktober 21 (Notar Johannes Bergschreiber - scriptormoncium -, Freiburg)
    Karlsruhe, GLA 21/4315
    Hefele, FreibUB 2 Nr. 144 (mit Bemerkungen zum Datum)
    RMBad 1 Nr. h96


    1293

    1293, Dezember 19, Kenzingen
    Rudolf von Vesenberg beurkundet, gegenüber der Stadt Kenzingen auf das Recht verzichtet zu haben, dreimal im Jahr, d.i. zu Weihnachten, zu Ostern und zu Pfingsten vierzehennacht vor den Festen, Bannwein aufzulegen (den ban so wir úber den win...haton).

    S: M. Heinrich von Hahperg (leicht besch.), Gf. Heinrich von ve aldenze (ab), Gf. Egen von friburg (frgm.), Walther und Hermann - sein Bruder - von Gerolzeke (beide ab), Wilhelm von Swarzenber (Swarzenbe arg) (st. besch.) und d.A. (ab).

    1293, an dem ne ahsten sammestage vor sante thomans tage dez zwelfboten.

    Ausf. Kenzingen, Stadt-A., Urk. 4 - Foto Karlsruhe, GLA 21/4299
    Maurer, Üsenberg S. 246
    Kopfreg. Mitt. d. Bad. Komm. 7 (1886) S. 92; beigebunden an ZGO 40 (1886)



    1294 1294, Juni 24, Bahlingen
    Hesso von Vosenberg und Heinrich von Gerroltzecge, gebruodere, beurkunden den Schiedsspruch zwischen dem Abt von Thennebach und den closenerinan von Keppenbach stát auf der einen, Gf. Werner von Eiostat auf der anderen Seite wegen dem Gut des sel. Konrad des schuolers von Baldingen. Gf. Werner von Eiostat soll das Gut, das Konrad seiner Tochter, der closenerinun von keppenbach, und dem Kloster Tennenbach gab, erhalten und dafür jährlich 6 Saum Wein und je 4 Mut Weizen und Roggen geben. Genaue Beschreibung des Gutes und Aufzählung der Zinse.
    Zeugen: Abt Meinwart von Thennebach, Bruder Meinwart und Bruder Konrad ricgoldei, der Leutpriester von Eistat, Walther und Gerhard, Schultheisen von Endingen, Húc Sygebotte von Waltkilche, Cvonrad der resche, Húc búcgirúti, heinrich der Ruober, Johannes wirselin, waltkuone sin bruoder, Berolt herbest, Cuonze racze, wernher schelcher, Volrich von sexauowe.
    S: Abt Meinwart, Hesso von Üsenberg (zerst.) und Heinrich von Geroldeck (Siegeltyp 2,
    besch.).
    ze baldingen, 1294, an Sancte Johanneses dag des dovfers.

    Ausf. Karlsruhe, GLA 24/144
    Wilhelm, Corpus 3 Nr. 1980


    1296 1296, April 28
    Schultheiß und Gemeinde von V'ringen verkaufen den Frauen von Adelnhusen einen Zins von 10 Saum Wein vom Gut beim Winchels brunnen für 14 Mark Silber des geweges ze Brisach. Heinrich, der herre von Veldenze, und Hesso, der herre von Vesenberg, bekennen, daß der Verkauf mit ihrem Wissen und Willen geschehen sei.
    Zeugen: her Walther der techan von Vringen, her Cuonrat zem Rine, her Wernher von Phorre, her Heinrich sin bruoder, her Hermann von Vntkilch, her Cuonrat der schultheise, Jacob sin bruoder un Berhtolt von Ophingen.
    S: Heinrich von Veldenze und Hesso von Vesenberg, dur der gemeinde von V'ringen bette willen.
    1296, an dem samestage nach sante Gerigen tage.

    Ausf. Freiburg, Stadt-A., A1, XVI Aa
    Hefele, FreibUB 2 Nr. 196


    1297

    1297.05.18
    Der Propst der Kolmarer Kirche, vom Dekan der Dreifaltigkeitskirche zu Speyer als päpstlichem Richter subdelegierter Richter, gebietet dem Vizepleban* zu Kenzingen, Rudolf von Üsenberg auf 10. Juni in die Pfarrkirche zu Gebweiler zu zitieren zur Verantwortung gegen die von Burkard von Leonegg, Generalprokurator der Johanniterhäuser, am 18. Mai 1297 vorgelegt, wörtlich mitgeteilte Petition wegen des dem Freiburger Johanniterhaus vom Bischof von Basel bestrittenen Eigentums am Hof zu Weinstetten.

    Or. Universitätsarchiv Freiburg. Siegel (besch.) eingehängt: spitzoval (50/30). geistlicher mit Buch..... PREPOSTI COLVNBARIENS... - Abschr. (17. Jr.) Karlsruhe GLA.: Kopialbuch 655 Bl. 84 (134).

    Quelle: Findbuch der Albert Ludwig Universität Freiburg i.Br., Bestand A001
    __________________________

    * (Vizepleban) Pleban ein Leutpriester
    (übersetzt aus lat. plebanus; mhd. luit für lat. plebs) oder Pleban war ein Geistlicher, der eine Stelle mit pfarrlichen Rechten (plebes, Pfarrkirche od. Pfründe) tatsächlich besetzte. Er konnte Pfarrer sein, die Seelsorge im Auftrag des Besitzers der Pfarrrechte ausführen oder den (amtsunfähigen) Pfarrer vertreten. Er war in der Regel Weltgeistlicher, unterstand also im Gegensatz zu Geistlichen, die einem Kloster oder einer Herrschaft dienten und von diesen abhängig waren, dem Bischof.

    Die Bezeichnung Pleban war seit dem 13. Jahrhundert im südwestlichen deutschen Sprachraum üblich, meist als Heteronym von Pfarrer. Sie ist in anderen Sprachen die Übersetzung für Pfarrer geworden (z.B. it. pievano, poln. pleban).

    Seit dem 14. Jahrhundert wurden viele Großpfarreien aufgeteilt. Sie erhielten ihre eigenen (oft von der Dorfgemeinschaft finanzierten) Pfarrer. Dadurch verschwand der Begriff Leutpriester langsam aus dem Sprachgebrauch; er ist aber noch bis Anfang des 19. Jahrhunderts belegt.



    1297

    1297.10.09
    Rudolf Herr von Üsenberg tut kund, daß der von seinem Onkel Hesso von Üsenberg seinerzeit auch in seinem Namen den Johannitern zu Freiburg zu Eigentum verkaufte Hof zu Weinstetten noch von der Basler Kirche zu Lehen rührt, bestätigt jenen Verkauf und verspricht, bis Weihnachten die Basler Kirche zur Bestätigung und Übertragung des Eigentum zu bewegen, wofür ihm die Johanniter jetzt 6 Mark Silber gaben und nach Vollzug noch 19 Mark geben werden.

    Or. Universitätsarchiv Freiburg. Siegel (besch.) an Leinenstreifen: rund (62). Reiter (nach rechts), in der Rechten die Fahne, worin 2 Flügel (übereinander), in der Linken den Schild mit Flügel, auf dem Topfhelm 2 Flügel (Flug). S' Rudolfi [No]BILIS DE USENBERG. - Abschr. (17. Jh.): Karlsruhe GLA.: Kopialbuch 655 BL. 83 (133). Heyck Alemannia 20, 68 n. 5. Geschrieben von derselben Hand wie n. 121 und 212 (vgl. z.B. die dortigen Vorbemerkungen), also herstellung von dritter Hand. Außer den auch hier festzustelllenden R mitten im Wort (vgl. z.B. das Wort frater in der Zeugenreihe) ist in dieser lateinischen Urkunde u.a. die Kürzung für „con“ besonders charakteristisch. Der Schreiber hatte wohl seinen Wohnsitz in Kenzingen. Zur Herkunft: L vgl. n. 200. Zur Sache vgl. Bd. 1 n. 242 und 265.

    Quelle: Findbuch der Albert Ludwig Universität Freiburg i.Br., Bestand A001



    1300 1300, Januar 30, Freiburg
    Gf. Egen von Freiburg und sein Sohn Konrad beurkunden ihre Versöhnung mit der Stadt Freiburg. Vermittler waren Burchart der wisse Beger, Bertolt Sermenzer von Nüwenburg, sein Bruder Jakob, Dietrich von Túselingen, Egenolf Kuchelin, Johannes
    Snewelin und Götfrid von Sleztat.
    S: d. 2 A., die M. Heinrich und Rudolf von Hahberg, Hesso und Rudolf von Üsenberg, Heinrich und Walther von Gerolzegge [braune Wachs-Rundsiegel an roten Schnüren], Johannes und Wilhelm von Swarzenberg und die sieben Schiedsrichter.
    1300, an dem nehsten Samestage vor unserre frowen tage ze der Liehtmes.
    Ausf.1 Karlsruhe, GLA 21/3021

    - Ausf.2-4 Freiburg, Stadt-A., A 1, II c Reinhard, Pragmatische Geschichte..., Urkundenbuch Nr. 8 - Hefele, FreibUB 2 Nr. 280 (nach Ausf.2-4)

    Am selben Tag Gegenrevers der Stadt Freiburg mit erhaltenen Siegeln der
    Geroldsecker.

    Ausf.5 Karlsruhe, GLA 21/3022 - ZGO 11 (1860) S. 236ff


    1300

    1300, Dezember 5
    Heinrich von Rapoltstein, Ulrichs sel. Sohn, verkauft - da er noch minderjährig ist, mit willen und gehellvnge Gf. Konrads von Friburg, seines salmans, - eine Gült von 3 Mark auf dem nidern hovf ze Langenbogen, die von seinem oe hein sel., Heinrich von Geroltseke herkommt, für 30 Mark Silber an das Kloster Thennibach. Er verzichtet auf ale Rechte an dem Gut, insbesondere auf die Anfechtung des Verkaufs, weil er noch vnder fvinf vnd svenzig jaren ware.

    Zeugen: Ulrich, gen. Zolner von Kênzzingen, Konrad, gen. der Rvober schvltheisse, Werner Milenbach und sein Sohn Albrecht, Hugo von Maltertingen und sein Sohn Hug, Heinrich Hvnolt, Berthold Stehelli, Konrad der kramer und sein Bruder Albrecht, Bürger von Kenzzingen.
    S: d.A., Gf. Konrad von Friburg, Hesso und Rudolf (frgm.) von Vesenberg und Schultheiß und Rat von Kenzzingen. ze Kenzingen vnder der richlovbun, 1300, an sante Nicolaus abent.

    Ausf. Karlsruhe, GLA 24/949
    ZGO 11 (1860) S. 246f - RapUB 1 Nr. 234
    Regest im Manuskript Kindler von Knoblochs GLA 65/2009 f. 60 (Nr. 56)
    Erw. Ruppert, Mortenau S. 85



    1301 1301, Januar 13 (an Hylarien tag)
    Ruodolf Herr von Üsenberg verspricht dem Kl. Tennibach, dafür zu bürgen, daß Walther Herr von Gerolzeke keine Ansprüche auf die Gült von 3 Mark von dem Hof zu Niederenlangenbogen erhebt, die es von seinem Tochtermann Heinrich von Rapolzsteine gekauft hat, und setzt als Sicherheit seinen Hof, Meier Roevelins hof, in Bleicha und 17 ƒ Freiburger jährl. aus dem Dorf zu Bleicha.

    S : d. A. und die Stadt Kenzingen (beide besch.)
    Ausf. Perg. GLA 24/47
    RapUB 1 Nr. 237


    1304 1304, Aug. 4
    Hug (Hugo) Herr von Uesenberg und Schultheiß und Rat der Stadt Kentzingen bekennen, daß sie durch M. Heinrich von Hahberg und Walther Herrn von Geroltzegge mit dem Abt von Schuttern wegen des Schadens, den sie ihm im Kloster und im Dorfe zugefügt haben, in der Weise geschlichtet sind, daß Leib und Gut des Klosters im Bereich der Stat zu Kentzingen und davor wo unser Gebot gereichen mag von Zoll und Umgeld unbelastet
    bleiben sollen.
    S: Hug von Üsenberg; Stadt Kenzingen; M. Heinrich von Hachberg;
    Walther v Geroldseck.
    1304, an dem ersten zistage vor sante Laurentien tage

    Ausf. Karlsruhe, GLA 29/ 469 (Konvolut 43)
    Kop.1 vid. 1391, August 9 Ebd - Kop.2 vid. 1430, März 30 Ebd.
    Anonymi Chronicon Coenobii Schutterani bei J. F. Schannat, Vindemiae
    litterariae 1 (1723) S. 17-23, die Urkunde S. 23 (ohne Tag) - Maurer, Urkunden
    zur Geschichte der Herrschaft Usenberg Nr. 6 (nach Abschrift im StadtA.
    Endingen) - Mone, Quellensammlung 3 S. 112
    RMBad 1 Nr. h 118.


    1309 1309, Juni 21
    Burkard, Herr von Vesenberg beurkundet ein Übereinkommen mit der Stadt Endingen über die Klöster in der Stadt, über eine Steuerbefreiung des
    Berthold Waffeler auf Lebenszeit, die auf Bitte seines Schwagers Johannes von Swarzenberg und seines Vetters Walther von Gerolzzecge zustande gekommen ist, und über den Frieden in der Stadt während seiner Fehden.
    S: d.A., Johannes von Schwarzenberg, Walther von Geroldseck.
    1309, Sa. vor Johannestage des Toufers

    Heinrich Maurer: Urkunden zur Geschichte der Herrschaft Üsenberg Nr. 13 (<
    Stadt-A. Endingen).


    1311

    1311, August 30, Dattenweier
    Albrecht Truchseß, R., Richter in Totenwilre an Stelle des Walther von Geroltzecke, beurkundet, daß vor dem Gericht Walther von Geroltzecke,
    Reichspfleger und Landvogt in der Mortenowe, und seine Gemahlin Susanna von Werde den Kindern ihres Sohnes Walther, Johannes, Walther, Hermann, Else, Susanna und Elline, ihre Rechte an Burg und Stadt Lare, Mahlburg und ihren Teil an Swanowe übergeben und diese von Ulrich, dem Landgrafen von Elsaze als dem Vogt der Kinder mit Zustimmung ihrer Eltern Walther von Geroltzeck d.J. und Elsebeth für einen Zins von 1 Pfund jährlich auf Lebenszeit wieder empfangen haben. Nach ihrem Tod sollen die Güter frei und ledig an ihre Enkel fallen. Bürgen: Johannes, Herr von Liehtenberg und sein Sohn Johannes, Ulrich, Landgraf von Elsaze , Heinrich von Rapoltzsteine, Hug und Burchard von Uesenberg, Heinrich von Swartzenberg, Walther, gen. von Tuwingen, Herr zu Geroldseck, Hanemann, Sohn des + Konrad von Lichtenberg.
    S: d.A. (ab), Landgraf Ulrich vom Elsaß, Walther von Geroldseck d.J.,

    Johannes von Lichtenberg (2 - 4 besch.), Johannes von Lichtenberg d.J., Hanemann von Lichtenberg, Hug und Burchard von Üsenberg, Heinrich von Rappoltstein, Walther von Geroldseck, gen. von Tübingen, (6 - 10 besch.), Heinrich von Schwarzenberg. Totenwilre bei Ortenberg im Kintzichental, 1311, Mo n. Adolf tag

    Ausf. Karlsruhe GLA 27/ 133 (Konvolut 10)
    Kop. 15. Jh. Pap. Ebd. 67/697 f. 24-26 - Kop. vid. Pap. (1769, März, Wetzlar)
    Ebd. 27/ 840 (Konvolut 69 )- Regestiert GLA 117/479 f. 76
    RapUB 1 Nr. 292



    1315

    1315.07.21
    Ort: Kenzingen
    Inhalt: Hug (Hugo), Herr von Üsenberg, und sein Bruder Friedrich (Friedrich von Üsenberg) verzichten gegen Bruder Hermann von Hachberg, Komtur, und den Brüdern des Johanniterhauses zu Freiburg auf alles Recht am Hof zu Wistat mit allem dazu gehörigen Gut und geloben, ihretwegen entstehenden Schaden zu ersetzen.
    Zeugen: der edel herre marcgrave Heinrich von Hahberg, her Cune von Berghein, her Johannes Koppli von Munzingen, rittere, Heinrich, Herre von Swarzenberg... der Kilchherre von Kunzingen,... der Vâye, Heinrich von Teningen, ill der Kager. Geschehen und gegeben 1315 an sante Mariun Magdalenun abunde.

    Quelle: Findbuch der Albert Ludwig Universität Freiburg i.Br., Bestand A001



    1315 1315, August 27, an der Donau
    Walther von Geroldseck d.J., Gebhard von Üsenberg und die anderen Bürgen des Kaufgeschäfts vom 17. August sichern Kraft Waldener ihre Bürgschaftsleistung zu.

    Schöpflin, Als. dipl. Nr. 896, Anm. (q)


    1331 1331, August 4
    Papst Johannes XXII. beauftragt B. Berthold von Straßburg, Walther von Geroldseck einen Dispens für dessen Ehe mit Clara, Tochter des Hugo von
    Üsenberg, zu erteilen, da diese im 4. Grad miteinander verwandt seien.

    Reg. Vat. 100 Nr. 586
    Römische Archive Nr. 66, Anm. 1


    1331 Hugo von Üsenberg schuldete 1331 seinem edlen Knecht und Vogt johannsen der meiger von Kürnberg für zwei abgekaufte meiden (Schlachtrösser) eine Summe in Höhe von 24 Mark Silber. Anstatt des Geldes überträgt der Herr zur Burg Kürnberg und Stadt Kenzingen seinem Gefolgsmann für diese zwei besonderen Pferde den Roevelinshof auf der Schlosswiese unweit der Burg Kürnberg und eine Mühle (heutige Waiblingsmühle in Bleichheim). Außerdem vermacht der Üsenberger seinem edlen Knecht zwei Häuser "in der vorderburg, sowie die öfnung zu Kürnberg und fischen in der Bleicha".


    1334 1334, Juni 13, Freiburg
    Heinrich Hafner d. A. und Friedrich Zoler, Bürger von Offenburg, beurkunden, daß sie wegen aller Streitigkeiten, besonders wegen einer Schuld von 52 M. S. aus dem Kauf eines Pferdes, mit Walther von Geroltzecke, Herrn von Lare, und dessen Sohn Walther gerichtet sind, und sprechen sie und die Bürgen Burchard von Üsenbergk, Johannes von Geroldseck, Sohn des Walther von Geroldseck, Gottfried von Stovfen, Brun von Hornbergk, Waldtpott von Lare, Hansmann Waldtpott und Rufe Seilinger von Weißweil von der Schuld frei. Zeugen: Gf. Konrad von Friburgk, Snewille Bernlape, Schultheiß von Freiburg; Johannes von Muntzingen, gen. Römer, Johannes Snewille, gen. Grosser, Bürgermeister zu Freiburg, Konrad Kücheli, R., Johannes Kun von Falckenstein - S: Stadt Freiburg

    Kop. 16. Jh. Karlsruhe, GLA 67/697 f. 39 - 39b


    1335 1335, August 22
    Hug von Üsenberg verschreibt Walther von Geroltzegge, dem Gemahl seiner Tochter Clara, 350 M. S. Freiburger Gewäges für heimstûre und Zugeld und setzt ihm mit Zustimmung seines Tochtermannes Lutold von Krenkingen, seines Bruders Friedrich und seiner Tochter Katharina von Landesberg als Pfand Gülten in Höhe von 60 ƒ Freiburger und 50 Mut Roggen von Steuern, Zinsen und Laienzehnt im Bann zu Bleicha, von dem Zûnden-Hof, von Meier Ruefelins Hof und von dem Hof zu Nortwil, der des alten Kagers war und den er von + Meister Philipp hatte, ein, vorbehaltlich der Wiederlösung für ihn, seinen Bruder oder den Inhaber der Nieder- Herrschaft von Üsenberg. Zeugen: Gf. Konrad von Friburg ; Walther von Thûwingen, herre zu o Geroltzegge; M. Heinrich von Hachberg; Ulrich von Swartzenberg.

    S.: d. A., Lutold von Krenkingen, Friedrich von Üsenberg, Katharina von
    Landesberg
    Ausf. Perg. GLA 21/ 803 (Konvolut 45)
    Kop. vid 1456, Mai 7 (auf Bitte der Brüder Jakob und Martin von Stouffen) Ebd.
    - Kop. Straßburg, Ar. mun. Briefbuch C f. 135a
    ZGO 13 (1861), S. 200 ff.
    RdM 1 Nr. 186
    Manuskript Kinder von Knobloch Karlsruhe, GLA 65/2009 f.59 (Nr. 21)


    1341 1341, September 7
    Hug von Üsenberg schenkt mit Willen Lutolds von Krenkingen, des Mannes seiner Tochter Adelheid, seines Bruders Friedrich und Walthers von Geroldseck, des Mannes seiner Tochter Clare, den Johannitern in Freiburg, wo sein Sohn Rudolf eine Pfründe genießt, einen Acker und Zinse in Höhe von 5 ƒ 19 b und 10 â in Kenzingen.
    S: d.A., sein Bruder, seine beiden Schwiegersöhne und die Stadt Kenzingen
    1341, an unser frowen tag der jungern

    Ausf. Karlsruhe, GLA 20/ 1201 & 1202 (Konvolut 96)
    Manuskript Kindler von Knobloch, Ebd. 65/2009 f. 60 (Nr. 44)


    1344 1344 Mai 25
    Adelheid [von Geroldseck] , Äbtissin zu Andelahe, verkauft mit Zustimmung B. Bertholds von Straßburg den Hof des Klosters und das Schultheißenamt zu Endingen, ausgenommen das Patronatsrecht der Pfarrkirche St. Peter, um 600 M.S. an die Stadt Endingen.
    1344, in die Urbani

    Maurer, Urkunden zur Geschichte der Herrschaft Üsenberg, Urk. Nr. 28
    (StadtA. Endingen).


    1344 1344 Mai 25
    Adelheid von Geroltzecke, Äbtissin zu Andelahe, verkauft mit Zustimmung B. Bertholds von Straßburg den Hof des Klosters mit aller Zugehör in den Bännen und Orten Kentzingen, Wagenstat, Herboltzheim, Bleicha, Nortwilr, Bombach, Kunringen, Malterdingen und Heckelingen mit Ausnahme des Patronatsrechtes der Kirche St. Peter in Altenkenzingen (antiquo Kenzingen) um 400 M. S. an die Stadt Kenzingen im Brisgowe.
    1344, in die Urbani

    Maurer, Urkunden zur Geschichte der Herrschaft Üsenberg, Urk. Nr. 27
    (StadtA. Kenzingen).


    1347 1347 Aug. 9
    Johans Knecht von Malterdingen unter dem Siegel des Junker Walther von Geroldseck (Geroltzegge), Johans Frige unter dem Siegel des Friedrich von Uesenberg, Johans Keger unter dem Siegel des Snewelin Kolman und Konrad Uesenberg von Malterdingen unter dem Siegel des Heinrich
    v.Rappoltstein, Herrn zu Hohenack, bekennen, daß sie von dem Kloster Tennenbach ein Erblehen empfangen haben. S.: Heinrich von Rappoltstein, Herr zu Hohenack, Friedrich von Üsenberg, Walther von Geroldeck (Typ II) und Snewelin Kolman
    1347, an Laurentien abent

    Ausf. Karlsruhe, GLA 24/48
    RapUB 1 Nr. 592.


    1349 1349 Febr. 12, Straßburg
    B. Berthold von Straßburg, Ulrich von Signowe, Propst, Johannes von Lichtenberg, Dekan, und das Kapitel des Stifts zu Straßburg geben ihre Zustimmung dazu, daß Friedrich von Üsenberg seiner Gemahlin Susanne, Tochter Walthers d. Ältesten von Geroltzecke, gen. von Lare, 400 M. S. auf Burg und Dorf Wiswilr (heute Weisweil) mit Zugehör zu Widem gegeben hat, vorbehaltlich der Wiederlösung auch durch das Stift, von dem Burg und
    Dorf zu Lehen sind.
    S.: B. Berthold von Straßburg (besch.), Domkapitel (besch.), Friedrich von Üsenberg, Susanne von Üsenberg, geb. von Geroldseck (besch.)
    Strasburg, 1349, Do. von Valtentines tage

    Ausf. Karlsruhe, GLA 21/ 8012 (Konvolut 462)


    1349 1349 Dez. 18, Freiburg
    Friedrich Herr von Üsenberg verkauft mit Willen seiner Gemahlin Sose, Tochter Walthers von Geroltzegge von Lare d. A., um 100 M. S. Götze Liebermann von Waltkilch, Bürger zu Freiburg, 15 M. S. von seinem Dorf Bleicha und aller Zugehor zu Bonbach, von dem Wald und von dem Wasser Bleicha, von denen jedoch die 60 ƒ, die Clare, Witwe des + Walther von Geroldseck von Lahr und Tochter seines Bruders + Hug von Uesenberg, davon hatte, und weitere 7 ƒ vorabgehen.
    S.: d. A. (besch.), Sose von Geroldseck (besch.), Gf. Heinrich von Fürstenberg, Herr zu Hasela, Gf. Hug von Fürstenberg, Herr zu Haslach (besch.), Gf. Johans von Fürstenberg, Herr zu Wolfach, Friedrich von Hornberg, Hartmann Walpotte, Johans von Schuttertal, und Steffan Geben, R., Peterman Sneweli (besch.), Walther von Keppenbach, Kunz von Keppenbach, Kunz Vege.
    Friburg, 1349, Fr. von Thomans tag

    Ausf. Karlsruhe, GLA 21/ 799 (Konvolut 45)


    1350 1350 März 20
    Walther von Geroltzegkh d.A., Herr zu Lahr, seine Gemahlin Susanne von Rapoltzstein und ihr Sohn Heinrich beurkunden die Vereinbarung mit Gf. Eberhard von Wördenberg und dessen Gemahlin, daß diese an sie keine Ansprache erheben, sondern ihnen in allen Sachen der Herrschaft helfen
    sollen, wohingegen sie diese an den von dem + Schwäher und der + Schwieger des Grafen ererbten Gütern ungeirrt und das Haus Diche, ohne den Bühel auszubauen, beziehen lassen sollen. Die Vereinbarung soll zu Lebtagen Walthers d. A. Geltung haben und bei Streitigkeiten sollen Gf. Egnolph von Fürstenberg, Gf. Heinrich von Fürstenberg, Herr zu Haslach (Haßlach) und Friedrich von Üsenberg (Ysenburg) Tochtermann des Alten, entscheiden.
    S.: Walther d.A. von Geroldseck, Herr zu Lahr, Friedrich von Üsenberg, Herr zu Kantzingen, Susanne von Rappoltstein, Heinrich von Geroldseck.
    1350, am Palmabendt

    Kop. 16. Jh. Pap. Karlsruhe, GLA 67/697 fol. 79-80v (alt 14-15), Kop. 16. Jh.
    Ebd. 67/706 fol. 38-41
    RapUB 1 Nr. 620 - Reinhard, Urk. Nr. 20 (zu 1351, April 9)
    FUB 2 Nr. 288 (zu 1351, April 9)


    1351 1351 März 29, Freiburg
    Gf. Heinrich und Gf. Hug v. Fúrstenberg, Herren zu Haselach, Gebr., verpfänden Elisabeth der Kòtzzin, Witwe des + Johans Gebure, und Berhtold dem Gebure, Bürger zu Freiburg (Friburg), 50 M. S. Freib. jährl. Zins von ihrer Burg Heidburg (Heideburg), der Feste, mit Zubehör, gelegen zwischen Elzach und Hausach auf der Höhe, und ihren Meierämtern zu Müllers (Mvliers), Arnoltzbach (Arnoltzpach), Gechbach (Gehtbach) und Steinach, vom Dub und Frevel, Zwing und Bann, Gericht, Zehnt und Wildbännen etc., für 500 M. S.
    Bürgen: Gf. Friedrich zu Freiburg (Friburg); Gf. Konrad v. Fürstenberg; Gf. Johans v. Fürstenberg; Gf. Heinrich v. Fürstenberg; Hz. Herman v. Teck (Tecke); Mkgf. Wecker v. Baden; Lutolt v. Krenkingen (Krenekingen) Peter v. Hewen, Gf Walraf v. Tierstein, Walter v. Geroltzegge) von Sulz (Sultze); Heinrich v. Geroltzegge; Gf. Herman v. Sultze; Friedrich v. Usenberg; Ulrich v. Rappoltstein (Rapoltzstein); Georg v. Geroltzegge; Johans v. Tengen; Heinrich v. Geroltzegge von Lare; Berhtold v. Falkenstein (Valkenstein) u.33 andere Bürgen, darunter (28.) Conrad von Hofwilre.
    1351, Di. n. frowen tag, der da komet ín den vasten

    S.: d.A. und die Bürgen, davon nur (17) ab
    Ausf. Donaueschingen, FFA
    Regest: RUB 1 Nr. 633.
    nach Druck in FUB 2 Nr. 287
    Vgl. Ruppert, Mortenau S. 126
    (1) Siegelumschrift Heinrichs von Geroldseck-Lahr:.... D'LAR*IVNI.....


    1363 1363 Nov. 14 (Di. n. Martins tag)
    Hensli und Hartman Meyger von Kürnberg (Kürenberg), Gebr., tun kund,
    daß sie für 100 fl. Dienstgeld auf 1 Jahr Helfer der Stadt Freiburg (Friburg)
    im Breisgau (Brisgow) gegen jedermann geworden sind, ausgenommen
    gegen die Herren v. Üsenberg, v. Geroltzegg) von Tübingen (Tüwingen),
    Gf. Hug v. Fürstenberg und das Gotteshaus von Ettenheim.
    S. d. AA. f.

    Ausf. Perg. StadtA. Freiburg i B. II b Nr. 62
    Druck: Schreiber, Urkundenbuch 1, 2 Nr. 257.


    1365

    1365 Febr. 5
    Heinrich v. Geroltzeg gen. von Tuwingen verkauft mit Willen seines Tochtermannes Hess v. Uesenberg dem Knecht Heitzemann Löser von Kentzingen 5 lb. Freiburger von seinem Dorf Broggingen um 50 ƒ Freiburger auf Wiederkauf.
    Bürgen: sein Bruder Jerg v. Geroldseck; Ludwig Schenge von Uotenheim, Hans v. Tiersperg, Heni Meger von Kúrenberg, Klaus Hachberger, Ek., Jokop Meger und dessen Sohn Clewi Meger, Ruodi Meger, Heni Meger, Heni Hermeli, Jegkel Schey, Dietrich Lu offenberg, Clewi Werli, Hans
    Beigeli
    und Kunrad Hörnli.

    S: (1) d. A. (besch.); (2) Jerg v. Geroldseck (ab); (3) Hess v. Üsenberg
    (besch.); (4) Ludwig Schenge von Uotenheim (ab); (5) Hans v. Tiersperg
    (ab); (6) Hans Meyger von Kúrenberg (besch.); (7) Klaus Hachberger
    1365, in Agothen tag

    Ausf. Perg. GLA 21/ 1186 (Konvolut 61 b)
    Reinhard, UB Nr. 26, unvollständig.



    1365 1365 Nov. 29 (an Andreas abent)
    Hensli und Hartmarm Meyger von Kürnberg (Kürenberg), Gebr., tun kund, daß sie für 100 fl. Dienstgeld und 30 fl., sowie für Hensli Meyger weitere 20 fI., für alle Ansprüche auf 1 Jahr Helfer der Stadt Freiburg (Friburg) im Breisgau (Brisgow) gegen jedermann geworden sind, ausgenommen gegen die Herren v. Üsenberg und v. Geroltzegg) von Tübingen (Tüwingen), Gf. Hug v. Fürstenberg und das Gotteshaus Ettenheim.

    S. d. AA. f.
    Ausf. Perg. StadtA. Freiburg i. B. II b Nr. 64.
    Schreiber, Urkundenbuch l, 2 Anm. zu Nr. 257


    1367 1367 Juni 28
    Gf. Egen v. Friburg, Mkgf. Otto v. Hochberg, Heinrich v. Geroltzegke gen. von Tuwingen, Heinrich v. Geroldseck, Herr zu Lare, Johans und
    Hesse Herren zu Uesemberg, Johans Herr v. Swartzemberg und Martin Malterer, Ritter von Freiburg, geloben, einander in dem Krieg zu helfen,
    den die von Freiburg gegen Gf. Egen und dessen Helfer haben. S: (1) Gf. Egen v. Freiburg (besch.); (2) Mkgf. Otto v. Hachberg (ab); (3) Heinrich v. Geroldseck gen. von Tübingen; (4) Heinrich v. Geroldseck, Herr zu Lahr; (5) Johans v. Üsenberg (ab); (6) Hesse v. Üsenberg (ab); (7) Johans v. Schwarzenberg (besch.) (8) Martin Malterer (ab)
    1367, an dem mentage noch sante Johans tage ze súnngihten

    Ausf. Perg. GLA 21/ 3088 (Konvolut 180)
    Druck: ZGO 16 (1864), S. 202 ff.
    Regest: RMBad 1 Nr. h 289
    Gr 476


    1368 1368 Febr. 24
    Gf. Egen v. Freiburg (Friburg), Burkard Herr zu Finstingen (Vinstingen), Mkgf. Otte v. Hachberg, Heinrich v. Geroltzegk) gen. von Tübingen
    (Tüwingen), Heinrich v. Geroldseck, Herr zu Lahr (Lar) Johans und Hesse v. Üsenberg, Gebr., Johans v. Schwarzenberg (Swartzenberg) und Marti Maltrer, R., geloben einen achttägigen Frieden mit der Stadt Freiburg im Breisgau (Brisgew) und allen ihren Helfern, ausgenommen denjenigen, die zu Schwaben und des Abtes von St. Trudpert sind. Sr. : Burkart Herr zu Finstingen (ab)
    1368, an Mathyas abende

    Ausf. Perg. StadtA. Freiburg i. B. II c Nr. 24.
    Druck: Schreiber, Urkundenbuch 1, 2 Nr. 270.
    Regest: RMBad 1 Nr. h 290.


    1368 1368 März 2 (Do. n. Mathias), Sulzburg
    Gf. Egen v. Freiburg (Friburg), Burkard Herr zu Finstingen (Yinstingen) und zu Schöneck (Schönnegk), Mkgf. Otte v. Hachberg, Heinrich v. Geroltzegk) gen. von Tübingen (Tüwingen), Heinrich v. Geroldseck von Iahr (Lar), Johannes und Hesse v. Üsenberg, Gebr., Johans v. Schwarzenberg (Swartzenberg) und Marti Maltrer, R., geloben für sich und Mkgf. Rudolff v. Baden einen Frieden mit der Stadt Freiburg im Breisgau (Brisgöw) bis März 26 (So. n. mittervasten).

    Sr. : Burkart v. Finstingen.
    S. : f.

    Ausf. Perg. StadtA. Freiburg i. B. : II c Nr. 25.
    Druck: Schreiber, Urkundenbuch 1, 2 Nr. 2?2.
    Regest: RMBad 1 Nr. 1 250 und Nr. h 292.


    1368

    1368 März 30 (Do. v. dem Palmesunnentag)
    Gf. Egen v. Freiburg (Friburg), Landgf. im Breisgau (Brisgow), geht mitder Stadt Freiburg im Breisgau und deren Verbündeten Basel, Breisach (Brisach), Neuenbürg (Nüwenburg) und Kenzingen (Kentzingen) eine ewige Sühne ein, in die auch Mkgf. Otte v. Hachberg, Burkard Herr zu Finstingen (Vinstingen) und Schöneck (Schönnegk), Heinrich v. Geroltzegk) gen. von Tübingen (Tüwingen), Johans v. Üsenberg, Johans v. Schwarzenberg (Swartzenberg), Heinrich v. Geroldseck von Lahr (Lar) und Hesse v. Üsenberg mit einbegriffen sein sollen.

    Sr. : (1) Gf. Egen v. Freiburg; (2) Mkgf. Otte v. Hachberg; (3) Burkard
    Herr zu Finstingen und Schöneck; (4) Heinrich v. Geroldseck gen. von Tübingen; (5) Johans v. Üsenberg; (6) Johans v. Schwarzenberg; (7) Heinrich v. Geroldseck von Lahr; (8) Hesse v. Üsenberg.
    S. : (1); (2) besch.; (3) besch.; (4) besch.; (5); (6); (7) besch.; (8) besch.

    Ausf. Perg. StadtA. Freiburg i. B. III c Nr. 2
    Kop. GLA 21/333
    Schreiber, Urkundenbuch l, 2 Nr. 274
    RMBad 1 Nr. h 293



    1368 1368 März 30 (Do. v. Palmsunnentag)
    Mkgf. Otte v. Hachberg, Heinrich v. Geroltzegk) gen. von Tübingen (Tüwingen), Heinrich v. Geroldsech, Herr zu Lahr (Lar), Johans und Hesse v. Usenberg, Gebr., Johans Herr zu Schwarzenberg (Swartzenberg), Ulrich Walter, R., und Otte v. Staufen, Gebr., Johans Snewli, Sohn des + Konrad Dietrich Snewlin, Marti Maltrer, R., Göpffrit v. Staufen, Ulrich v. Keppenbach und Hanman v. Weisweil (Wiswilr), Eke., gelobeen, die zwischen Gf. Egen v. Freiburg (Friburg) und der Stadt Freiburg mit ihrem Willen vereinbarte Sühne zu halten.

    Sr. : (1) Mkgf. Otte v. Hachberg; (2) Heinrich v. Geroldseck gen. v. Tübingen; (3) He•rich v. Geroldseck, Herr zu Lahr; (4) Johans v. Üsenberg; (5) Hesse v. Üsenberg; (6) Johann Herr zu Schwarzenberg; (7) Ulrich Walther v. Staufen; (8) Otte v. Staufen; (9) Johans Sneweli; (10) Marti Maltrer; (11) Göpffrit v. Staufen; (12) Ulrich v. Keppenbach; (13) Hanman v. Weisweil.
    S. : (1); (2) besch.; (3) besch.; (4); (5); (6); (7); (8); (9) besch.; (10); (11);
    (12) besch.; (13).

    Ausf. Perg. StadtA. Freiburg i. B. III c Nr. 3.
    Druck: Schreiber, Urkundenbuch l, 2 Nr. 276; Schöpflin, Historia Zaringo-Bad.
    5 S. 486-494 (diese?)
    Regest: RMBad 1 Nr. h 294.


    1374 1374 Aug. 21
    Heinrich v. Geroltzegk, Herr zu Geroldseck gen. von Tuwingen, übergibt mit Zustimmung seines Bruders Jerg v. Geroldseck, seines Tochtermannes Hesse v. Uesemberg und seiner Tochter Agnes, Gemahlin des Hesse v. Üsenberg, seiner Tochter Anne, Klosterfrau zu Kirchberg (Kilchberg), auf Lebenszeit 8 ƒ Freiburger von seinem Dorf Brockingen, von Leuten, Gütern, Zinsen und Fällen, von Zwing und Bann, und stellt die
    Gemeinde zu Broggingen als Mitschuldner.

    Sr. : (1) d. A.; (2) Georg v. Geroldseck; (3) Hesse v. Üsenberg; (4) Agnes v.
    Üsenberg geb. v. Geroldseck (alle besch.)
    1374, mentag vor Bartholomeus tag

    Ausf. Perg. GLA 21/ 1187 (Konvolut 61 b)
    Reg. 15. Jh. GLA 67/636 f. 169b


    1376 1376 Nov. 6
    Hesse v. Üsenberg, Freiherr, verschreibt seiner Gemahlin Agnes v. Geroltzegg 800 M. S. Freiburger Gewäges zu Ehesteuer in Widemsweise, davon 600 M. S. auf das Dorf Eistat mit Zwing, Bann und aller Gerechtigkeit, namentlìch auf 60 S. Weingeld und 7 ƒ Freiburger auf dem Dorf, ausgenommen den Widemhof, in den der Kirchensatz gehört, und 200 M. S. auf die Dörfer NiderRimsingen, Hochstat, Lússelnheim und die Güter zu Ahtkarren, die er in Pfandschaft zu Lehen hat.

    S: (1) d. A. (besch.); (2) sein Tochtermann Gf. Konrad v. Tübingen (Tuwingen); (3) Gf. Simeon v. Tierstein; (4) Mkgf. Hans v. Hachberg (besch.); (5) Walter v. d. Digke (besch.).
    1376, donrstag vor Martins tag

    Ausf. Perg. GLA 21/ 7488 (Konvolut 431)
    "Ausf." Pap. (ohne Siegel) GLA 21/ 2010 (Konvolut 118)
    RMBad 1 Nr. h 320


    1376 1376 Nov. 29 (an andres abend des zwoelffboten
    Gf. Hans v. Fürstenberg (Fúrstenberg), Herr zu Haslach (Haselach), gelobt Wilhelm v. Burn, Ek., ihm die geliehenen 300 fl. bis kommenden St. Georgstag wiederzugeben.
    Bürgen: Mkgf. Hans v. Hahberg; Gf. Heinrich zu Fürstenberg; Hesse Herr zu Üsenberg (Vosenberg); Johans Herr zu Schwarzenberg (Swartzenberg); (Heinrich v. Geroltzsegk), Herr zu Lahr (Laur); Hans v. Ramstein, Ek.
    S: d.A. und die 6 Bürgen (ab bis auf 4)

    Donaueschingen, FFA
    FUB 2 Nr. 469


    1378 1378 Juni 26 (Sa. n. Johans tag ze sungihten)
    Mkgf. Hans v. Hachberg, Herr zu Triberg, verkauft Johans Diegesheim (Tygensheim) von Elzach (Eltza), Ek., 20 fl. jährl. Geld von seinem Meiertum in der wilden Elzach, das Pfand von der Herrschaft Österreich ist, um 200 fl.. Unter den genannten Bürgen: Gf. Johans v. Fürstenberg, Herr zu Haslach (Haselach); Hesse v. Vesenberg; Heinrich v. Geroldseck, Herr zu Lahr (Lor).

    Sr. : (1) d. A.; (2) Gf. Johans v. Fürstenberg, Herr zu Haslach; (3) Hesse v. Üsenberg; (4) Heinrich v. Geroldseck, Herr zu Lahr; (5) Egnolff v. Ramstein; (6) Ulrich v. Hornberg; (7) Hans Burckart v. Wieseneck; (8) Klaus Marschalk von Geisingen.
    S. : (1); (2); (3); (4); (5); (6);

    Ausf. Perg. StadtA. Freiburg i. B. XIV (Markgrafschaft Hochberg Nr. 11).
    Regest: RMBad Nr. h 326.
    *
    1379 1379 Okt. 18 (Di. n. Gallen tag)
    Mkgf. Hans v. Hachberg, Herr zu Triberg (Tryberg), verkauft Johans Diegesheim (Tygensheim) von Elzach (Eltzza), Ek., 30 fl. jährl. Geld von seinem Tal zu Rohrbach (Rorbach} mit allen Rechten, Einkünften und besonders den Fischenzen um 400 fl. und gibt Heinrich v. Geroltzegg), Herrn zu Lahr (Lar), als Mitschuldner.
    Bürgen: Gf. Heinrich zu Fürstenberg; Gf. Hans v. Fürstenberg, Herr zu Haslach (Haselach); Gf. Konrad v. Tübingen (Tuwingen); Jerg v Geroldseck; Ulrich v. Schwarzenberg (Swartzenberg); Hans Burckard v. Wieseneck (Wisenegg); Walter v. Waldstein (Waltstein) und Jerg v.
    Bärenbach, Eke..

    Sr.: (1) Mkgf. Hans v. Hachberg; (2) Heinrich v. Geroldseck, Herr zu Lahr; (3) Gf. Heinrich zu Fürstenberg; (4) Gf. Hans v. Fürstenberg, Herr zu Haslach; (5) Gf. Konrad v. Tübingen; (6) Jerg v. Geroldseck; (7) Ulrich v. Schwarzenberg; (8) Hans Burckard v. Wieseneck; (9) Walter v. Waldstein; (10) Jerg v. Bärenbach.
    S. : (1); (2); (3); (4); (5); (6); (7); (8) f.; (9); (10).

    Ausf. Perg. StadtA. Freiburg i. B. XIV (Markgrafschaft Hochberg Nr. 12).
    Regest: RMBad Nr. h 329.


    1400 1404 Juli 13
    Walter v. Geroltzegg und Hz. Reinold v. Urselingen und seine Gemahlin Anna v. Uesenberg kommen überein, daß Anna v. Üsenberg auf die von ihrer Mutter Agnes v. Geroldseck herrührenden Rechte an der Herrschaft Geroldseck und Walter v. Geroldseck auf seinen Anspruch auf das Dorf Broggingen innerhalb Monatsfrist vor dem Hofgericht Verzicht leisten sollen, daß ferner Walter v. Geroldseck der Frau 600 fl. bezahlen soll, widrigenfalls sein Vetter Konrad v. Geroldseck der Gegenpartei die Feste Schenkenzell übergeben soll, und daß Kunzli v. Durmentz gegen den Geroldsecker nur auf dem Rechtsweg vorgehen und wegen des Gutes zu Blanckenmoß den Rat der Stadt Straßburg als Schiedsgericht annehmen soll.

    Sr.: (1) Walter v: Geroldseck; (2) Hz. Reinold v. Urslingen; (3) Heinrich v. Geroldseck, Herr zu Lahr (Lar); (4) Konrad v. Geroldseck Herr zu Sulz; (5) Bernlop Snewelin d. A. S.: (1) f.; (2) f.;(3) besch.; (4); (5) besch.
    1404, sunnentag vor st. Margarethen tag

    Ausf. Perg. GLA 21/ 1181 (Konvolut 61a, zu Juli 6)
    Reinhard, UB Nr. 47
    FUB 6 Nr. 72, 4; Schubring, Urslingen Nr. 158


    1400 1400 Aug. 31, Rottweil
    Eglolf v. Wartemberg gen. von Wildenstein, an Stelle Gf. Rudolfs v. Sulz, Hofrichter zu Rottweil, beurkundet, daß Hz. Rainold v. Urslingen und seine Gemahlin Anna geb. v. U esenberg mit ihrem Gerichtsvogt Konrad v. Gerolzegg, Herr zu Sulz, Mkgf. Hess v. Hachberg, dem einst Anna v. U esenberg und ihr Gemahl +Wernher v. Hornberg vor Schultheiß und Gericht zu Brisach die Pfandschaft Triberg übergeben hatten, diese Pfandschaft und alles Gut, das Frau Anne ihrem jetzigen Gemahl zugebracht hat, für den Fall vermacht haben, daß Frau Anne ohne Leibeserben aus dieser oder einer anderen Ehe sterben sollte.

    Sr.: (1) Hofrichter zu Rottweil (ab); (2) Hz. Rainold v. Urslingen (besch.); (3) Anna v. Urslingen geb. v. Üsenberg (besch.); (4) Konrad v. Geroldseck, Herr zu Sulz (ab)
    Rotwil, 1400, zinstag nach s. Bartholomeus tag

    Ausf. Perg. G LA 21/429.
    Reinhard, UB Nr. 45
    RMBad 1 Nr. h438; Schubring, Urslingen Nr. 154


    1400 1400 Aug. 31 (Di. n. Bartholomäus), Rottweil (Rotwil)
    Eglolf v. Wartenberg zu Wildenstein, Hofrichter an Stelle Gf. Rudolfs v. Sulz, beurkundet, daß Hz. Rainold v. Urslingen mit Zustimmung des Mkgf. Hesso v. Hachberg seiner Gemahlin Anna v. Üsenberg, falls er ohne Leibeserben sterben sollte, die Pfandschaft Schiltach, die Pfandschaft von Berthold v. Valkenstein und sein gesamtes Gut, vermacht hat, das nach deren Tod an Hzn. Anna v. Urslingen, Gemahlin des Konrad v. Geroltzegg zu Sulz, fallen soll.

    Gleichztg. Kop. GLA 67/1531 f. 11a-12b Nr. 10
    RMBad 1 Nr. h439; Schubring, Urslingen Nr. 155


    1404 1404 Aug. 12, Rottweil
    Eglolf v. Wartenberg zu Wildenstain, Hofrichter an Stelle Gf. Rudolfs v. Sulz, beurkundet, daß vor dem Hofgericht Hz. Reinold v. Vrslingen und seine Gemahlin Anna geb. v. U esenberg gegenüber Walter v. Geroltzegg auf alle Erbansprüche auf das Dorf Broggingen verzichtet haben.

    Sr.: (1) Hofrichter; (2) Hz. Reinold v. Urslingen (besch.); (3) Anna v. Üsenberg (besch.); (4) Gf. Rudolf v. Sulz, Gerichtsvogt der Frau Anna (besch.)
    Rotwil, 1404, Di. n. Laurentius

    Ausf. Perg. G LA 21/61a
    Schubring, Urlsingen Nr. 159


    1413 1413 Dez. 20 (an Thomas obent)
    Ber v. Heiligenstein, Meister, und der Rat zu Straßburg entscheiden auf Bitten Gf. Eberhards zu Wirtemberg (Wúrtemberg) in der Mißhelle zwischen Abt Heinrich zu Alpirsbach (Alperßbach) auf der einen und Hans v. Ratsamhausen (Rotsamhusen) von Triberg für sich und für Eppe v. Hattstatt (Hatdstat), von seinetwegen und als Vogt der Anthonie und Else v. Hattstatt, Töchter seiner Brüder, wegen des alten Kegers Hof zu Nordweil (Nortwilre), auf den u. a. + Hug v. Üsenberg (Vsenberg) dem +Walter v. Geroldseck (Gerolczecke) für dessen Gemahlin Clore für 350 M. S. Heimsteuer und Zugeld ein Pfand verschrieben hatte und den Hattstatt für die Steuer nach Bleicha beanspruchte. Der Hof soll weiter nach Bleicha steuern, bis der Abt nachweisen kann, daß der von ihm beanspruchte Hof ebendieser Kegers Hof ist. Genannte Zeugen.

    ZGO 21 (1868), S. 222 ff.
    Glatz, Alpirsbach Nr. 258


    1419

    1419 Jan. 31
    Heinrich Reder, Unterlandvogt im Breysgaw, und Schultheiß, Meister und Rat zu Kentzingen beurkunden, daß die Dörfer Herboltzheim, Brockhingen, Blaicha und Tutschfelden untereinander, in das Stift Straßburg und in die Herrschaften Gerollzegck, Üsenberg und Schwartzenberg freies Gezog haben.

    S. d. AA.
    1419, zinstag vor frowen tag der liechtmess

    Vidimus durch Schultheiß, Meister und Rat der Stadt Ettenheim von 1548 Nov.
    20 mit dem besch. S. d. Stadt GLA 21/ 1179 (Konvolut 61 a)



    1427 1427 Mai 24 - Okt. 17
    Eidliche Bestätigungen für das Domkapitel Straßburg (Strasburg/Straußburg) über die eheliche Geburt und die edle Abstammung des Reinold v. Geroldseck (Geroltzegg/ Geroltzegk), Domherr zu Augsburg (Augspurg/Ougspurg). Sein Vater war +Konrad v. Geroldseck, Herr zu Sulz; dessen Eltern: Walter v. Geroldseck und Pfalzgräfin Margarethe v.; Tübingen (Tüwingen;/Tuwingen), deren Mutter Gfin. . Margareth v: Faimingen (Vommingen/ Vo enmingen); dessen Großeltern: Hans v. Geroldseck und Gfn. Angnes v. Fürstenberg (Fúrstenberg); die Mutter des Hans v. Geroldseck war eine Gräfin v. Sponheim. Seine Mutter war Hzn. Anna v. Urslingen (Vrselingen/ Vrßlingen); deren Eltern: Hz. Konrad v. Urslingen und Verena v. Krenckingen, Tochter des Lutelmann v. Krenckingen und der Tochter des Hug v. Üsenberg (Vesenberg); die Mutter Hz. Konrads war Hzn. Beatrix v. Teck (Tegg/ Tegk), deren Mutter eine Pfalzgräfin v. Tübingen war.

    i. 1427 Mai 24 (vicesima quarta mensi Maii), Fürstenberg (in castro Fúrstenberg), Gf. Heinrich v.
    Fürstenberg und Landgraf in der Baar (Bar). Zeugen: Rudolf v. Blumberg, Johann v. Almßhofen; Konrad v.
    Tierberg, Ek. ; Rulman Bernolt, Notar d. A. ; NS. des Heinrich Stoll von Sulz Ausf. Perg. (d)
    ii. 1427 Mai 25 (an Vrbans tag) Hans v. Zimmern, Herr zu Meßkirch (Messkirch). S. d. A. f. ; Ausf.
    Perg. (g)
    iii. 1427 Mai 26 (Mo. v. vffart tag) (= Mai 28?) Johans v. Tengen, Graf zu Nellenburg, Landgraf in
    Hegau (Hegow) und Madach. S. d. A. f. ; Ausf. Perg. (l)
    iv. 1427, Mai 16 derselbe im Notariatsinstrument, Stockach (Stoka). Zeugen: Martin, Rektor der
    Pfarrkirche in Stockach; Heinrich Wurtzer, Rektor der Kirche in Raithaslach (Raithaßlach); Konrad Selnagel,
    Advokat in Nellenburg; Johann Betnardi, Notar des A.; NS. des Heinrich Stoll, Ausf. Perg. (m)
    v. 1427 Mai 27 (Di. v. vffart tag) Abt Friedrich zu Reichenau (Rychenowe). S. d. A. f. ; Ausf. Perg. (h)
    vi. desgl. Notariatsinstrument, Reichenau (in Augia maiore), abends. Zeugen: Rudolf, Kaplan des
    Abtes; Rudolf, Notar des Abtes; Peter Wis, Laienbruder; NS. des Heinrich Stoll von Sulz. Ausf. Perg. (a)
    vii. 1427 Mai 27 (27. mensis Maii), Möggingen (in castro Meggingen), hora tertia, Johans Konrad v
    Bodman (Bodmen), R. . Zeugen: Peter gen. Túrr; Heinrich gen. Go e
    h; Georg Walk von Waldwies (Waltwis);
    Heinrich gen. Swäger von Sulz. NS. des Hainrich Stoll von Sulz, Ausf. Perg. (o)
    viii. 1427 Juli 24 (die mercurii), Kempten (Campidon) Abt Friedrich zu Kempten (Campidon); Konrad
    Coti, Rektor der Schule, Johannes Stump; Werner Ha e
    ringer, Laie; NS. des Jakob Fries, öffentlicher Notar. Ausf.
    Perg. (e)
    ix. 1427, Oktober 2, Ytell von Westernach.... Ausf. Perg. (p)
    x. 1427 Okt. 6 (Mo. n. Remigii) Heinrich v. Sto e
    ffeln, Freiherr. S. d. A. f. ; Ausf. Perg. (f)
    xi. desgl. Notariatsinstrument, Ulm (Vlme, im Haus der Anne gen. Strickerin). Heinrich v. Stöffeln,
    Freiherr, Herr in Justingen. Zeugen: Wiihelm v. Asch, Georus gen. Neningen, Ek. , Laien. (c)
    xii. 1427 Okt. 6 (6. tag des monats October), Kirchberg Gf. Eberhart zu Kirchberg. S. d. A. f. , Ausf. Perg.
    (i)
    xiii. desgl. Notariatsinstniment. Zeugen: Wilhelm v. Schwendi (Sendin); Veit v. Asch, Ek , Heinrich
    Strölin von Tússen, Kleriker der Augsburger Diözese. NS. des Johannes Rñß von Schittesheim (Schitteßheim),
    Ausf. Perg. (n)
    xiv. 1427 Okt. 15 (Mi. v. Gallen tag) Zamhans und Wildhans v. Neuneck (Nuwnegg), Vettern. S. d. AA. f.
    , Ausf. Perg. (k)
    xv. desgl. Notariatsinstrument Okt. 17 (die decima septima octobris), Glatt. Zeugen: Johannes Tononer,
    Rektor der Pfarrkirche in Glatt; Alberth Orschlag, Kaplan der Kirche in Glatt; Konrad Wnterbir von Horb (Horw);
    NS. des Heinrich Stoll von Sulz; Ausf. Perg. (b)


     


    Quelle Dissertation 1981, mit freundlicher Erlaubnis von Dr. Christoph Buehler aus Heidelberg. http://www.buehler-hd.de/reg/regvorw.htm

    Quelle Findbuch der Albert Ludwig Universität Freiburg i.Br http://www.uniarchiv.uni-freiburg.de/Frames/A_bestand.htm

     


     

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