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Breisach - Stadtburg

Stadt Breisach

Burgstelle erkennbar, wenig oder keine Ruinenreste

 


Spätrömische Goldmünze Kaiser Valentinians I.


197-220 Meter über dem Meer liegt die alte Stadt Breisach.
Vorgeschichte:Die Römer erkannten die herausragende strategische Bedeutung des Breisachberges und errichteten  auf dessen Südseite ein Kastell. 369 n. Chr. besuchte Kaiser Valentinian I. die hier stationierten  Legionen und erließ ein Gesetz, in dem der mons brisiacus erstmals erwähnt wird. Das Kastell wurde  von den Alemannen um 400 n. Chr. erobert und teilweise zerstört. Der Name Breisachs geht zurück auf 'brisin-ac' und bedeutet 'Wasserbrecher', der Felsenberg in der  Rheinlandschaft, an dem sich das Wasser bricht. Breisach war zwischen Basel und Straßburg die einzige Hafenstadt.

10 Jh. Seit dem 10. Jahrhundert entwickelte sich Breisach zu einem der bedeutendsten Orte am Oberrhein. Zu den Stadtherren zählten u. a. die deutschen Könige, die Bischöfe von Basel, die Staufer und Zähringer. Stadtmauern und -tore schützten die Stadt, die über Münz- und Marktrecht verfügte.  
1198 begann Herzog Berthold V. von Zähringen mit dem Bau einer mächtigen Burg am Nordende des Breisachberges und des 42 Meter tiefen Radbrunnens in dessen Mitte.  
1638 Im 30-jähringen Krieg gelang die Eroberung der habsburgischen, vorderösterreichischen Stadt nur mit einer List: Der protestantische Heerführer, Herzog Bernhard von Weimar, hungerte Bevölkerung und Besatzung monatelang und erfolgreich aus. Die verzweifelte Stadt mußte sich im Dezember ergeben und wurde für kurze Zeit eine sächsisch-weimarische Amtsstadt.  
1639 Nach Bernhards Tod trat Frankreich sein Erbe an. Breisach wurde eine französische Stadt. Unter König Ludwig XIV. baute der französische Militärarchitekt Vauban Breisach zur stärksten Festung Frankreichs aus, zu einem 'Juwel' in der französischen Krone. Im Nordwesten entstand ein völlig neuer Stadtteil, die Breisacher Neustadt Saint-Louis, Sitz des von Ensisheim hierher verlegten elsässischen Parlaments und obersten Gerichtshofs.  
1697 Nach dem Frieden von Rijswijck 1697         mußte die Neutsadt Breisach im Nordwesten jedoch wieder abgerissen werden.         Als Ersatz ließ Ludwig XIV. durch         Vauban das heute noch ursprünglich erhaltene Neuf-Brisach, einen wahrhaften         Festungsstern, erbauen.
1700- 1703 Nur 3 Jahre erfreute sich Österreich wieder seines Besitzes Breisach, dananch geriet es bis 1714 nochmals unter französische Herrschaft.
1741/43 Kaiserin Maria Theresia ließ die gewaltigen Festungsanlagen schleifen, die Militärbauten sprengen. Sie wollte damit den ewigen Zankapfel zwischen Frankreich und Deutschland beseitigen.  
1793 Französische Revolutionstruppen zerstörten später durch ein 4-tägiges Brandbombardement im September die seit Jahrhunderten gewachsene Stadt. Breisach blieb bis ins frühe 19. Jahrhundert eine Ruinenstadt und erholte sich von diesem schweren Schlag nie mehr völlig.  
   



Kupferstich aus der Topographia Alsatiae von Merian 1644                    
Kupferstich aus der Topographia Alsatiae von Merian 1644         
Festung Breisach 1638 - M. Merian
Kartenausschnitt Festung Breisach 1638 von Merian

Text/Video/Fotos/Scans: H-J van Akkeren
Originalkarten mit freundlicher Genehmigung durch
Dr. med. E. Bühler
(Burg Sponeck Jechtingen)
79235 Vogtsburg-Oberrotweil

 

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