| Staufen i. Br. | |
| Alternativname(n) | Stoufen (770) Fauststadt Staufen |
| Landkreis | Breisgau- Hochschwarzwald |
| Gemeinde | Staufen i. Br. |
| Entstehungszeit | um 770 (Dorfsiedlung) |
| Ersterwähnung | 1337 |
| Stadtgründung | vor 1337 |
| Stadtgründer | unbekannt |
| Erhaltungszustand | Grundriss erhalten, Befestigung abgegangen |
| Geografische Lage | 47.88160/7.73153 |
| Höhenlage | 284 m ü. NHN |
Stadt Staufen im Breisgau
mittelalterliche Festungsstadt
Staufen im Breisgau liegt am Übergang vom Schwarzwald zur Staufener Bucht, unmittelbar am Ausgang des Münstertals. Der historische Stadtkern geht auf eine planmäßig angelegte und im Mittelalter befestigte Stadtanlage zurück. Kennzeichnend sind der zentrale, heute teilweise überbaute Markt, eine Längs- und eine Ringstraße sowie mehrere verbindende Quergassen. Spätere Siedlungserweiterungen entstanden vor allem nordwestlich des Stadtkerns am Fuß des Schlossbergs, dessen Gipfel von der Ruine der Burg Staufen geprägt wird.
| 770 | Erste Nennung als „Stoufen“ in einer Kopialüberlieferung des 12. Jahrhunderts. Der Name bezieht sich vermutlich auf die Becherform des Burgbergs. |
| 11. Jahrhundert | Burgberg und Dorf gehörten zum stiftbaslischen Schenkenamt der Herren von Üsenberg. |
| Anfang 12. Jahrhundert | Die Herren von Staufen erscheinen erstmals. Sie waren zunächst Ministerialen der Zähringer und wurden von den Herren von Üsenberg mit Burgberg und Dorf belehnt. |
| 12./13. Jahrhundert | Die Herren von Staufen erweiterten das Dorf um eine breite Marktstraße mit Parallelstraßen und ließen die Siedlung befestigen und ummauern. |
| 1248 | Das „Castrum“ auf dem Schlossberg wird erstmals urkundlich genannt. Als Grundherren werden die Herren von Üsenberg bezeichnet; auf der Burg saßen die Herren von Staufen. |
| 1337 | Staufen wird erstmals ausdrücklich als Stadt bezeichnet. Eine förmliche Stadtrechtsverleihung ist nicht überliefert. |
| 1368 | Die Stadt Freiburg überließ Graf Egon III. von Freiburg ein Viertel der Stadt Staufen einschließlich der Gerichtsrechte. |
| 1370 | Graf Egon III. belehnte die Herren von Staufen mit seinem Anteil an der Stadt und den dazugehörigen Gerichtsrechten. |
| 15. Jahrhundert | Die Herren von Staufen gehörten dem vorderösterreichischen Freiherrenstand an. |
| 1534 | Die Herren von Staufen stifteten ein Spital. |
| 1546 | Das spätgotische Rathaus mit angebautem Treppenturm und prächtigem Saal wurde errichtet. |
| 1602 | Nach dem Aussterben der Herren von Staufen begann die Burg zu verfallen. Als Amtssitz der nun österreichischen Herrschaft diente fortan das Renaissanceschlösschen auf dem Gelände des Meierhofs. |
| 1628 | Österreich verpfändete die Herrschaft Staufen an die Grafen von Schauenburg. |
| 1684 | Die vorderösterreichische Eisenverhüttungsanlage wurde von Kollnau nach Staufen verlegt. |
| 1730 | Die Eisenverhüttungsanlage wurde wegen der Schäden am Waldbestand abgebrochen. |
| 1738 | Das Kloster St. Blasien wurde mit der Herrschaft Staufen belehnt und ließ Stadt und Herrschaft durch einen Obervogt verwalten. |
| 1806 | Staufen kam an das Großherzogtum Baden und wurde Sitz eines Bezirksamtes. |
| 1936 | Nach der Auflösung des Bezirksamtes Staufen wurde die Stadt dem Landkreis Müllheim zugeordnet. |
Autor: Hans-Jürgen van Akkeren (17.07.2026)
Quelle: Leo-BW Staufen im Breisgau
