Die Hauptära ihrer Errichtung fällt indes mit der Stauferzeit zusammen. Ursprünglich stand das Recht zum Burgenbau allein den Königen zu. Dann aber zogen sich auch die von ihm privilegierten Herren, die Angehörigen des Hochadels, auf bewehrte Höhensitze oder hinter Wassergräben in der ebene zurück, um von dort aus Hoheitsrechte auszuüben.
Immermehr solcher Anlagen benötigten sie im Laufe der Zeit um Schutz ihres territorialen Besitzes und zur Festigung und Ausübung ihrer Macht. Gleichzeitig mit ihnen wurden auch Hochstifte und Klöster damals zu Besitzern von Burgen.
Entstehung und Ende der Burgen in Süd-Baden
Als Erbauer von zahlreichen Burgen und als Städtegründer sind die bekannten Zähringer Herzöge zwischen 1070 und 1218 in Erscheinung getreten. Neben den Burgen Zähringen, Freiburg, Breisach und Limburg a.K. sollen sie damals allein im Breisgau an die dreißig feste Wohnsitze zusammen mit ihren Dienstmannen erbaut haben. Weitere errichteten sie in der Ortenau und in der Baar, wo sie auch einige Güter besaßen.
Genauso eifrig waren die Staufer in Südwestdeutschland im Burgen bauen. Nachdem die Feuerwaffe im 15 Jh. entwickelt wurde, erlebten die Burgen, bedingt durch die neue Angriffstechnik und -taktik, einen Um- und Ausbau.
Wenn eine Burg nicht von selbst zerfallen ist, dann wurden sie in Fehden oder Kriegen wie im Bauernkrieg (um 1525), im 30jährigen Krieg (1618-1648) oder durch die Kämpfe mit den Truppen Ludwigs XIV. am Ende des 17. Jh. zu Fall gebracht.

