Instagram

Menü

Burgen im mittelalterlichen Breisgau

Winter Semester 2018/19 Alemannisches Institut Freiburg i.Br. e.V.

Alemannisches Institut Freiburg i.Br. e.V.

Winter Semester 2018/19

Das neue Programm ist da! Und wie so oft im Winter bieten wir auch diesmal ein dichtes Vortragsprogramm an, dass Sie hoffentlich in der dunklen Jahreszeit vor die Tür und in Gesellschaft locken wird. 

Mit „Auf Jahr und Tag“ gehen wir bereits in die vierte Runde! Unter dem Titel „Leben in Freiburg in der Neuzeit“ portraitieren wir Menschen und ihre Lebenswirklichkeit vom 16. bis zum 20. Jahrhundert.

Kaum zu glauben, aber erst seit 100 Jahre dürfen Frauen in Deutschland wählen: Am Sonntag, den 5. Januar 1919 konnten die badischen Frauen zum ersten Mal ihr neu errungenes Wahlrecht ausüben, genau eine Woche danach auch die Württembergerinnen. Vier Vorträge erinnern an den Kampf um das allgemeine Frauenwahlrecht in Deutschland und in Frankreich. Daneben gibt es natürlich wieder Institutsgespräche, bei denen es diesmal um Themen aus der Denkmalpflege und Archäologie geht.

Drei Jahre schon dauern die intensiven Forschungen und Vorbereitungen zum Zähringergedenkjahr 2018. Sie konnten es mitverfolgen: Tagungen haben sich mit dem Thema beschäftigt und wichtige Bücher sind erschienen. Nun bringen wir die Ergebnisse mit einer Wanderausstellung „unter die Leute“: ab Dezember wird die Ausstellung „Die Zähringer – Mythos und Wirklichkeit“ in Freiburg in der Meckelhalle zu sehen sein, anschließend wird sie bis 2022 durch die Zähringerstädte touren. Nutzen Sie die Gelegenheit, an einer der Führungen teilzunehmen.

Ins neue Semester starten wir schon Ende September mit einem Kolloquium und zugehöriger Exkursion zu den Habsburgern am 28. und 29. September (die Exkursion am Samstag ist schon fast ausgebucht).

Falls Sie dafür keinen Platz mehr bekommen, dann melden Sie sich doch gleich zu unserer zweiten Exkursion ins Elsass an: am 6. April 2019 besichtigen wir die neurenovierte Humanistenbibliothek in Schlettstatt, führen wird uns dorthin der Vorsitzende des Fördervereins des Humanistenbibliothek, Gabriel Bräuner.

Das Programm finden Sie als PDF im Anhang, auch als niedrigaufgelöste Version zum Selbstausdrucken auf A4-Papier. Gedruckte Programme gibt es voraussichtlich ab kommenden Montag in der Geschäftsstelle.

Gerne können Sie dieses Programm auch an Kollegen, Freunde und Bekannte weitergeben.

 

Programm:  Semesterprogramm_Wi2018-2019_A4.pdf

 

Wir freuen uns Sie zu sehen!

Mit herzlichen Grüßen
Ihre
R. Johanna Regnath

 

Dr. R. Johanna Regnath (Geschäftsführerin)
Alemannisches Institut Freiburg i.Br. e.V.
Bertoldstr. 45
79098 Freiburg
Tel. 0761-15 06 75-70
www.alemannisches-institut.de


 

3D-Modelle von Burgen, Schlössern und Klöstern in BW (LAD)

3D Modelle von Burgen, Schlössern und Klöstern in Baden-Württemberg

Ein "Nebenprodukt" der archäologischen Prospektionsflüge des Landesamts für Denkmalpflege BW

Die Luftbildarchäologie oder auch archäologische Flugprospektion ist eine Forschungsmethode der Archäologie, bei der archäologische Überreste aus größerer Höhe fotografiert werden. Die Luftbildarchäologie wird zur flächendeckenden Erkundung von Bodendenkmalen eingesetzt. Bekannte Denkmäler werden mit Hilfe der Luftbildarchäologie auf Anzeichen von Veränderungen oder Gefährdung hin untersucht. Ausgrabungen werden mit Luftbildern vorbereitet und dokumentiert. Bislang unbekannte Denkmäler können anhand spezieller Merkmale lokalisiert werden. Selbst komplett verschüttete vorzeitliche Anlagen können aufgrund ihres Einflusses der darüber gewachsenen Vegetation erkundet werden.

Als "Nebenprodukt" der archäologischen Prospektionsflüge des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg werden inzwischen aus Luftbildserien 3D-Oberflächenmodelle generiert. Eine Auswahl von Burgen, Schlössern und Klöstern aus Baden-Württemberg ist nun online zugänglich unter:

https://skfb.ly/6A7Hw

Sketchfab_Burgen_Schloesser_Festungen_Kloester_LAD-BW

Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart

 


 

Ab 2. Mai 2018: Ausstellung zur mittelalterlichen Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350

Ausstellung zur mittelalterlichen Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350

Archäologen des LAD entdecken die Closnergasse, Wissenschaftler der Uni Freiburg die handschriftlichen Quellen

Während der Ausgrabungen entlang der Deutschordenstraße im Jahre 2016 entdeckte das Landesamt für Denkmalpflege eine alte mittelalterliche Straße, die als Closnergasse lokalisiert werden konnte. Zusammen mit punktuellen früheren Beobachtungen konnte ein Teil des ehemaligen Stadtplans der Neuburg rekonstruiert werden.

 
Ausstellung ab 2. Mai 2018 in der Universitätsbibliothek Freiburg

Zugang während den Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek öffentlich zugänglich

Im Rahmen einer universitären Übung unter der Leitung von Dr. Balázs Nemes zu Handschriften aus dem Kloster Adelhausen, findet ab dem 2. Mai eine kleine Poster Ausstellung in der Universitätsbibliothek Freiburg zu deren Öffnungszeiten statt, in der die Handschriften und ihre Kontexte präsentiert werden.  Während der Recherchen ist es der Universität Freiburg gelungen, die Besitzerin einer der Handschriften in der Freiburger Closnergasse um 1390 zu verorten.

Bezüglich 1390 diente der Uni Freiburg als Quelle ein Weinungeldbuch der Stadt Freiburg, das die Jahre 1390 und 1391 umfasste und nach Zünften (und anderen Kriterien) geordnet, die zahlungspflichtigen Personen der Stadt auflistet.
(Signatur Weingeldbuch 1390/91: Stadtarchiv Freiburg E1 A III h Nr. 1)


Als weitere ähnliche Quelle in der die gesuchte Person jedoch nicht auftauchte, die jedoch ähnlicher Art ist, könnte ein Gewerftbuch von 1385 ganz interessant sein. (Signatur Gewerftbuch 1385: Stadtarchiv Freiburg E1 A II a 1 Nr. 1)

Die archäologisch-historische 3D-Rekonstruktion von Hans-Jürgen van Akkeren wird in der Ausstellung der Universitätsbibliothek Freiburg gezeigt.

Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350 Closnergasse - van Akkeren
Rekonstruktion: Hans-Jürgen van Akkeren 2016
Im Hintergrund ist das Freiburger Münster und links oben im Bild die ehemalige Burg der Zähringer auf dem Schlossberg erkennbar.


Weitere Links:


 

 

Freiburg - Schlossberg

Freiburg - Schlossberg

ehemalige Burgstelle, nichts ist mehr erkennbar

 

Freiburg, eine Zähringer Stadt.


Freiburg mitte des 14. Jh.
Modell im Freiburger Stadtmuseum

1091 Das Geschlecht der Zähringer erbaute auf dem Schloßberg eine Burg.
1120 Als auf dem Schloßberg die Burg erbaut wurde, erhoben Konrad und Herzog Bertold III die kleineren Ansiedlungen im Bereich der heutigen südlichen Altstadt und Oberlindens durch die Siegelung der Marktgründungsurkunde zur Stadt.
1200 Bertold V beauftragt den Bau einer großen Pfarrkirche, des heutigen Münsters. Später übernahmen die Bürger der Stadt die finanzielle Verantwortung für den Bau, der bereits 1513 als einer der wenigen fast ganz im gotischen Stil vollendet wurde.
1218 Nach dem Tod des letzten Zähringerherzogs, Bertold V, folgte sein Neffe, Egino, aus dem Geschlecht der Grafen von Urach nach, die sich fortan Grafen von Freiburg nannten.
1272 Graf Konrad I. von Freiburg stirbt. Die Grafschaft erben seine beiden Söhne, die sich die Herrschaft unter einander aufteilen. Dies ist der Beginn des Wirtschaftlichen untergangs der Herrschaft.
1368 Da sich das Wirken der Grafen von Freiburg vor allem durch Kriege mit anderen Herrschern und Zwistigkeiten mit der Stadtbevölkerung auszeichnete, kauften sich die reichen Bürger für 15.000 Mark Silber von ihnen los und stellten sich unter die Herrschaft der Habsburger.
1415- 1427 Freiburg war Reichsstadt.
1457 Die Stadt Freiburg erhielt von Erzherzog Albrecht die Universität.
17 Jh. Im Dreißigjährigen Krieg musste die Stadt zahlreiche Belagerungen überstehen, die ihre Bevölkerung auf 2.000 Menschen dezimierte und alle Vorstädte weitgehend zerstörte.
1677 Die Einnahme Freiburgs durch die Französischen Truppen war der Höhepunkt der größten Zerstörung und Veränderung ihrer bisherigen Geschichte. Auf Geheiß Ludwig XIV vollendete der Festungsbaumeister Vauban die von den Österreichern begonnen Baumaßnahmen, ließ die Stadtmauern schleifen und baute um die Altstadt eine Festung mit acht Bastionen. Auf dem Schloßberg ließ er an der Stelle des alten Schlosses drei übereinanderliegende Forts errichten.
1697 Freiburg wechselte nach 1697 mehrfach zwischen Frankreich und Österreich hin und her, bis es 1745 wieder unter österreichische Herrschaft kam. Bei ihrem Abzug schleiften die Franzosen sämtliche Festungsanlagen.
1805/06 Napoleon gliederte Freiburg in das neu geschaffene Großherzogtum Baden ein, das 1813/14 mit in die Befreiungskriege hineingezogen wurde.
   
   

 

Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350 Closnergasse - van Akkeren Freiburg Merian 1644

Während der archäologischen Ausgrabung im Jahre 2016 wurde die im 13. Jahrhundert planmäßig angelegte Bebauung dokumentiert. Zusammen mit punktuellen früheren Beobachtungen kann nun ein Teil des ehemaligen Stadtplans der Neuburg rekonstruiert werden. Diese Straße konnte als Closnergasse identifiziert werden.

Im Kupferstich aus der Topographia Alsatiae von Matthaeus Merian aus dem Jahre 1644 ist links im Bild (roter Kreis) der Bereich der archäologischen Ausgrabung markiert. Die 3D-Rekonstruktion von Hans-Jürgen van Akkeren zeigt, wie die Bebauung in diesem Areal in der Zeit um 1350 ausgesehen haben könnte.

Link zum Presseartikel: Ausgrabungen in Freiburg-Neuburg: Mittelalterlicher Stadtplan kann aktualisiert werden - Closnergasse entdeckt

Textquellen:
"Die Zähringer und Ihre Tradition"
herausgegeben vom Archiv der Stadt Freiburg i.Br.
und der Landesgeschichtlichen Abteilung des Historischen
Seminars der Albert-Ludwigs-Universität.

Fotos: Hans-Jürgen van Akkeren

Seite 1 von 23

Burgen-Karte

 


 Besucher seit 1999

Heute1297
Gestern425
Woche5896
Monat23165
Insgesamt4805999

Aktuell sind 42 Gäste und keine Mitglieder online


Partner

Partner von
www.breisgau-burgen.de

 
http://www.foerderkreis-archaeologie.de

Go to top